Orte auf Haeth

Der folgende Artikel ist Teil des Glossars. Eigentlich wollte ich auch Stadtpläne der fünf Orte mit einbauen, aber die sind noch nicht fertig – mein Brotjob frisst im Moment einfach zu viel Zeit, aber da ein weiterer Karriereschritt in Aussicht steht, ist das in Ordnung, finde ich. Also hier die Beschreibungen der Orte:

Die Orte auf Haeth

Haeth (Mauerlan, 4007 EW)

Haeth war die erste Siedlung auf der gleichnamigen Insel und nach Kiswof und Buslan die zweite Siedlung im späteren Staat Timatim. Der Ort wurde auf Grund seiner tagwärtigen Lage und der geschützten Bucht, an der er errichtet wurde, als erste Siedlung auf der Insel ausgewählt.

Gegründet wurde Haeth im Jahr 478 von Siedlern aus Allewalla. Da das Land in der Region sehr fruchtbar war, entwickelte sich die Siedlung gut. Im Timatimschen Unabhängigkeitskrieg wurde die Stadt befestigt, da sie oft von feindlichen Soldaten angegriffen wurde.

Die Rebellion umfasst die gesamten Inseln zwischen Timatim und Khesib, jedoch konnte Alewalla auf den tagwärtigeren Inseln die Aufstände schnell niederschlagen, so dass Haeth ab 691 bis 695 eine Frontstadt war, die immer wieder von Alewalla angegriffen wurde. Zu Anfang des Jahres 695 kam es zur großen Seeschalcht vor Haeth, bei der insgesamt 27 Schiffe beider Seiten versenkt wurden. Timatim ging siegreich aus dieser Schlacht hervor, was kurz darauf zur Timatimschen Unabhängigkeit führte.

Auch im Jahr 900 ist Haeth noch der bedeutendste Marinestützpunkt Timatims, da die Stadt auf Grund ihrer stategischen Lage große Bedeutung hat.

Nach der Unabhängigkeit wurde die Insel Haeth von der gleichnamigen Stadt aus verwaltet. Dadurch erhoffte sich die Regierung in Kiswof eine besser Kontrolle, da zu jeder Zeit Timatimsche Soldaten hier stationiert waren.

Im Jahr 871 schließlich wurde die Verwaltung der Insel doch nach Hisihla verlegt, da die Anbindung an Kiswof von dort aus besser ist und Haeth durch die Unabhängigkeit der Maghad-Inseln zwischen Timatim und Alewalla fünfzig Jahre zuvor einen Teil seiner strategischen Bedeutung verloren hat.

Auch wenn Hishila mittlerweile die Hauptstadt Haeth‘ ist, sind die Bewohner der Stadt noch immer der Meinung, dass ihre Stadt die wichtigste der Insel ist und das völlig zurecht die Insel nach ihrer Stadt benannt wurde.

Hisihla (Burgerlan, 7498 EW)

Hisihla ist die zweitälteste Siedlung auf Haeth und wurde nur acht Jahre nach der Stadt Haeth gegründet. Von außenpolitischen Konflikten abgesehen war die Rivalität der beiden Städte seit je her der dominierende Faktor der Politik auf der Insel Haeth.

So gab es im Jahr 671 eine Eingabe an den Herrscher von Alewalla, die Insel in Hisihla umzubenennen, die jedoch abgelehnt wurde. Im Zuge des Unabhängigkeitskriegs hofften die Bewohner Hisihlas, das zum Ende des Krieges mehr als doppelt so viele Einwohner wie Haeth hatte, endlich die Verwaltung der gesamten Insel übernehmen zu dürfen. Es war eine große Enttäuschung für die Bewohner Hisihlas, als die neue Regierung nichts am Verhältnis der beiden Städte änderte. Es sollte weitere 175 Jahre dauern, bis im Jahr 871, zweihundert Jahre nach der Eingabe an die Herrscher von Alewalla, endlich der status geändert wurde und die Regierung der Region nach Hishila umzog.

Im Gegensatz zu Haeth, das vom Militär dominiert wird, ist Hishila eine Stadt Industrie. Eine Vielzahl an Betrieben verarbeitet Rohstoff zu Waren, die anschließend, zum großen Teil per Schiff, mit anderen Regionen Timatims und Khesibs gehandelt werden.

Auch gibt es in Hishila eine große Bibliothek, die je nach Schätzung die zweit- oder drittgrößte Timatims ist. Sie ist deutlich umfangreicher als die Bibliothek von Haeth. Es gibt mehrere Schulen in der Stadt und sogar eine kleine Universität, auf der man Recht, Medizin, Technik und Landwirtschaft studieren kann. Aktuell gibt es dort 43 Studenten, von denen 20 aus Hishila, 9 aus Haeth, 5 aus den übrigen Teilen der Insel, 5 aus Timatim und 3 von den Maghad-Inseln stammen.

Buzaeqduzulu (Fehlbade, 366 EW)

Der Ort Buzaeqduzulu wurde 691 von geflüchteten Bewohnern der Maghad-Inseln gegründet, die hier ein Leben ohne die Bevormundung Alewallas suchten.

Der Ort liegt an einer geschützten Bucht am nachtwärtigen Ende der Insel. Der Ort ist nur 200 Seekilometer von Kiswof entfernt und liegt damit deutlich näher an der Hauptstadt Timatims als an Hishila, der Hauptstadt der Insel Haeth.

Der Gründungsmythos des Dorfes als Zuflucht im Unabhängigkeitskrieg Vertriebener im kollektiven Gedächtnis sehr präsent ist, ist trotzdem das kulturelle Zugehörigkeitsgefühl zur Insel Haeth sehr ausgeprägt. Den Buzanern ist sehr bewusst, dass der Timatimsche Unabhängigkeitskrieg hauptsächlich auf den Maghad-Inseln und auf Haeth ausgetragen wurde und Timatim selber nicht viele Schäden davongetragen hat.

Lubumerquyun (Milcherleben, 91 EW)

Im Jahr 790 an der nördlichen Küste Haeth gegründet, ist Lubumerquyun ein aufstrebender Ort. Wie auch alle anderen wichtigen Siedlungen der Insel liegt der Ort an der Küste an einer geschützten Bucht. Der Ort wurde vor vier Leuten aus Kiswof und zwei Personen aus Haeth gegründet. Es handelt sich um ehemaligen Soldatinnen und Soldaten, die sich beim Dienst kennen gelernt haben und nicht mehr länger in der Armee dienen wollten. Da die Gründung einer neuen Stadt vom Militärdienst befreit, gründeten sie Lubumerquyun.

Durch die zahlreichen Nachkommen der sechs Gründer und einige Neuzuzüge wuchs der Ort schnell, so dass er im Jahre 900 schon fast 100 Einwohner hat.

Die meisten Bewohner leben vom Fischfang oder von der Landwirtschaft. Daneben gibt es eine kleine Schule mit Internat für die Kinder der umliegenden Höfe sowie einen Einzelhandelsladen. Hinzu kommt alle sechs Tage der Markt auf dem Marktplatz des Ortes.

Durbohnikir (Erdenfollen, 38 EW)

Durbohnikir ist der jüngste Ort auf Haeth. Erst im Jahr 848 gegründet, hat er im Jahr 900 erst 38 Einwohner, die in fünf Häusern/Gehöften leben. Zwei Familien leben vom Fischfang, zwei von der Landwirtschaft und eine vom Handel, der über den Hafen abgewickelt wird. Der Haupthandel findet dabei mit Kiwsij und den Orten Durbohmaas statt.

Zu den Markttagen kommen die Bewohner der umliegenden Gehöfte in den Ort, so dass sich an solchen Tage oftmals bis zu hundert Personen im Ort versammeln. Da es kein offizielles Gasthaus gibt, übernachten die Marktbesucher bei den Dorfbewohnern, die sie schon seit langer Zeit kennen.

 

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