Wie der Hund Galp mit den Pinguinen Freundschaft schloss

Wie der Hund Galp mit den Pinguinen Freundschaft schloss

„Großmutter Fadati, erzähl uns eine Geschichte.“

Großmutter Fadati schaute die Kinder ein. „Eine Geschichte… Hm, was wollt ihr denn für eine Geschichte hören?“

Die Kinder, die um Fadati herum saßen, schrien alle durcheinander.

„Etwas spannendes!“

„Action!“

„Mit niedlichen Tieren!“

„Was lustiges!“

Großmutter Fadati überlegte, welche Geschichte sie den Kindern erzählen sollte. Dann hatte sie eine Idee: „Hab ich euch schon mal erzählt, wie mein Hund Galp mit den Pinguinen Freundschaft geschlossen hat?“

„Nein!“

„Erzähl!“

„Ja, erzähl bitte!“

Großmutter Fadati lächelte. „Dann passt mal gut auf:

Es war, als ich ungefähr so alt wie ihr war. Da hatte der Hund von einer Freundin meiner Mutter gerade neue Welpen bekommen. Ich bettelte bei meiner Mutter so lange, bis ich einen von den Welpen als Haustier bekam.

Ich nannte meinen Hund Galp. Sie war echt niedlich, noch ganz klein und tollpatschig. Sie war neugierig, hatte aber vor allem neuen auch Angst und hat sich dann immer auf meine Füße gesetzt, wenn sie Angst hatte. Aber trotzdem wollte sie immer alle mitbekommen und es sah immer sehr lustig aus, wenn sie auf meinen Füßen saß und den Kopf reckte, um mehr sehen zu können.

Eines Tages, als sie vielleicht fünf Monate alt war, ging ich mit ihr ins Meeresmodul. Wir hatten Glück, denn es schneite gerade. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie die Angst vor den Schneeflocken verlor, aber dann tollte sie wild herum und versuchte, die Schneeflocken zu fangen. Es war ziemlich lustig, wie sie immer wieder den Flocken entgegen sprang und wie sie auf dem Eis ausrutschte und sich dann wieder aufrappelte.

Sie wurde immer mutiger und lief weiter rum. Irgendwann lief sie dann über eine Schneewehe und traf auf die Pinguine. Sie schaute die Pinguine neugierig an, doch als die sich bewegten, bekam sie Angst und kam sofort zu mir zurück gelaufen.

Da ich nicht wusste, was sie erschreckt hatte, ging ich über die Schneewehe. Sie folgte mit dich auf dem Fuß und war wohl der Meinung, dass ich sie beschützen würde. Dann sah ich die Gruppe Pinguine, die am Rand des Wassers auf dem Eis stand. Acht Pinguine auf dem Eis und drei im Wasser.

„Schau mal, Galp, Pinguine!“

Langsam wurde sie ein wenig mutiger, blieb jedoch noch immer in meiner Nähe. Nach einer Weile kam ein Pinguin auf uns zu gewatschelt. Galp versteckte sich sofort wieder auf meinen Füßen. Der Pinguin watschelte um uns herum und schaute uns von allen Seiten kritisch an.

Galp schaute ihn kritisch an und als der Pinguin halb um uns rum war, traute sie sich von meinen Füßen herunter und ging vorsichtig auf ihn zu. Der Pinguin wurde davon überrascht und blieb stehen. Galp ging langsam auf ihn zu. Sie war viel kleiner als der Pinguin, der bestimmt dreißig Zentimeter groß war. Als der Pinguin nichts weiter machte, beschnupperte sie ihn. Das irritierte nun wiederum den Pinguin, der mit seinen Flossen flappte, was Galp so erschreckte, dass sie sofort wieder zu mir gerannt kam und sich wieder auf meine Füße setzte.

Jetzt kam der Pinguin näher und begutachtete nun seinerseits Galp. Als nichts weiter passierte. Traute sie sich auch wieder von meinen Füßen herunter und beschnupperte weiter den Pinguin. Irgendwann wurde er ihr wohl zu langweilig und sie begann wieder, den Schneeflocken hinterher zu jagen.

Das fand der Pinguin wiederum interessant und er folgte ihr watschelnd durch den Schnee. Irgendwann kam Galp den anderen Pinguinen, die noch immer am Ufer standen, nahe und die Pinguine fühlten sich von ihr bedroht. Sie schauten sie böse an und watschelten auf sie zu. So viele Pinguine waren Galp nicht ganz geheuer und sie flüchtete wieder. Da ich zu weit weg war, versuchte sie, sich hinter dem Pinguin zu verstecken, der uns vorher beäugt hatte. Er richtete sich auf, und auch wenn er noch kleiner war als die anderen Pinguine, so hörten sie doch auf, Galp zu verfolgen. Und von da an waren Galp und der Pinguin beste Freunde.“

Damit beendete Großmutter Fadati ihre Geschichte.

„Jetzt will ich auch einen Hund!“, sagte eines der Kinder.

„Ich will lieber einen Pinguin!“, sagte ein anderes.

„Da müsst ihr eure Eltern fragen“, sagte Fadati. „Aber ich kann euch sagen, so ein Hund ist viel Arbeit und ein Pinguin noch mehr. Und darüber hinaus kann ich euch sagen, dass es jetzt Zeit ist, ins Bett zu gehen.“

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Geschichten, Sejereh abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Wie der Hund Galp mit den Pinguinen Freundschaft schloss

  1. Pingback: Results for week beginning 2017-01-09 | Iron Blogger Berlin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s