NaNoWriMo und Roman Status #Weißnichtwieviel

Hallo ihr Lieben!

Der NaNoWriMo läuft und die erste Woche ist bald vorbei. Daher dachte ich, ich könnte euch mal auf dem Laufenden halten, wie es bei mir läuft. Außerdem wollte ich die Fragen vom Kreativschreibstube-Blog beantworten, weil es so schön in meine Roman-Status-Blogartikelserie passt. Hier also die Fragen und Antworten:

 

Wie war dein Start in den NaNo?

Nun, mein Start in den NaNo lief super. Schon die drei Tage vor dem ersten November habe ich mit Schreiben verbracht und hab mal eben knapp 10 K Wörter zum Warmschreiben in die Tasten gehauen. Das war eine super Motivation, zumal ich die Tage für mich als Back-up habe, wenn ich auf meiner Dienstreise Ende November gar nicht zum Schreiben kommen sollte – auch wenn ich die Wörter ja streng genommen nicht im November geschrieben habe. Das Polster gibt mir aber die Ruhe, um nicht zu viel darüber nachzudenken, ob ich mein Wortpensum auch wirklich jeden Tag schaffe. Wenn es so weiter läuft wir im Moment, dann werden ich das Polster nicht brauchen und am Ende im NaNo+3 Tage 60 K geschafft haben. Wäre ja schön.

Außerdem hatte ich heute morgen, als ich nicht mehr schlafen konnte, ein wunderbares Erlebnis, denn mein Horjekjobolo-Roman hat die 100-K-Grenze geknackt:-) 50 K vor zwei Jahren im NaNo, 30 K immer mal zwischendurch, obwohl ich das Gefühl hatte, seit dem letzten NaNo überhaupt nicht voran gekommen zu sein, und jetzt seit dem 29.10. nochmal 20 K. Es scheint, dass es doch hilfreich ist, wenn man vorher genau geplottet hat.

 

Welche Ziele hast du dir gesetzt?

Hmm, die Frage habe ich ja eigentlich letzte Woche schon beantwortet. Für mich habe ich ein Minimum von 25 K festgelegt, wenn es weniger wird, darf ich deprimiert sein. Dann sind da natürlich die 50 K, die das Ziel der NaNo sind. Wenn es an Ende mehr wird, ist das nur um so besser.

Inhaltlich will ich ein gutes Stück weiter kommen, möglichst bis zum nächsten Knackpunkt. Weiter als den werde ich wohl nicht kommen, denn darüber hinaus muss ich dann erstmal wieder plotten. Momentan sind noch Szenen für mindestens 50 K geplottet, aber wenn ich mir die Szenenlängen der letzten Abschnitte anschaue, werden es eher 70 – 80 K sein. Aber es ist immer gut, ein kleines Polster zu haben.

Außerdem möchte ich mindestens einmal zu einem Write-In gehen. Hier in Vorpommern ist mir bisher kein Write-In bekannt, aber vielleicht klappt das ja entweder bei meiner Dienstreise nach München oder ich muss mal wieder einen Sonntag in Berlin verbringen. Das hätte den Vorteil, dass ich zweimal drei Stunden Bahnfahrt zum Schreiben zusätzlich hätte. Ich kann schließlich nirgendwo so produktiv schreiben wie beim Bahnfahren.

 

Was für ein Projekt schreibst du?

Diese Beantwortung dieser Frage ist für die regelmäßigen Leser meines Blogs natürlich schon bekannt, aber für die anderen fasse ich es hier noch mal zusammen:

Das Projekt, dass ist in diesem NaNo schreiben (und vor zwei Jahren im NaNo schon angefangen habe), heißt: „Der Untergang Horjekjobolos“.

Der Hintergrund der Geschichte ist das größere Amel-Projekt, in dem ich darüber schreibe, wie ein Generationenraumschiff zu einem Exoplaten fliegt und dieser anschließend besiedelt wird. Der Planet hat die Besonderheit, dass er eine gebundene Rotation aufweist, die Sonne also am Himmel immer an der gleichen Stelle steht. Die Inspiration dafür hatte ich, als ich in der Berliner Sternwarte einen Vortrag über Exoplanten gehört habe und dort gelernt habe, dass es Studien gibt, die besagen, dass Palneten mit gebundener Rotation möglicherweise bewohnbar sein könnten.

Eine der Stellen, die auf Amel besiedelt wurden, ist die kleine Insel Horjekjoblo, die fern ab allen anderen Landes im Ozean liegt und nur wenige tausend Kilometer vom Subsolaren Punkt, der auf dem Planeten Tagpol genannt wird, entfernt liegt.

Auf Grund der guten Fruchtbarkeit der Vulkaninsel bildet sich schnell eine Gesellschaft mit hoher Bevölkerungsdichte und fortschrittlicher Technik (vergleichbar mit der Erde Ende des 20. Jahrhunderts) heraus, die dem Rest des Planeten isolationistisch gegenübersteht. Diese Gesellschaft wird jedoch bei einem bis dahin auf Amel für unmöglich gehaltenen Supervulkanausbruch vernichtet und nur weniger Personen überleben. Der Roman ist die Geschichte dieser Personen.

 

Welche Tipps und Tricks hast du für den NaNo?

Über einen der Tricks, die gut weiterhelfen, habe ich ja oben schon geschrieben: Da ich weiß, dass ich ein paar Tage kein einziges Wort schreiben werden, habe ich diese Tage vorher, als ich Zeit hatte, schon mal vorgearbeitet, so dass ich die Wörter zur Not auch mitzählen kann. Das ist ungemein beruhigend:-)

Ein weiterer Trick ist, dass ich diese Geschichte minutiös geplant habe und mir für jede Szene aufgeschrieben habe, was in ihr passieren soll und was sie zum Plot beitragen soll. Allein diese Notizen sind schon 20 000 Wörter lang. Normalerweise plane ich meine Projekte nicht sondern schreibe einfach drauf los, aber diesmal wollte ich ganz bewusst vorher planen, um zu sehen, ob ich das kann. Das Ergebnis davon ist bisher durchwachsen, denn wenn NaNo ist, komme ich ziemlich schnell voran, aber den Rest der Zeit habe ich wenig Lust, an dem Roman zu arbeiten, weil ich ja schon weiß, wie alles enden wird.

Einen dritten Trick habe ich noch, wie ich mich jeden Tage überwunden bekommen, noch ein paar Wörter zu schreiben. Ich habe mir ein Diagramm gebastelt, in das ich eintrage, zu welcher Uhrzeit ich wieviele Wörter geschafft habe. Jeder Tag beginnt bei null, und die Voraussetzung, um den nächsten Datenpunkt einzutragen, sind mindestens hundert weitere Wörter. Ich finde es toll zu sehen, wie sich so Minute um Minute das Diagramm aufbaut und dass ich, zumindest die letzten acht Tage, immer ungefähr in der gleichen Geschwindigkeit (1000 Wörter pro Stunde) schreibe. Natürlich sehe darin auch genau, wenn ich eine Unterbrechung hatte, z.B. weil ich gefrühstückt habe oder weil meine Mitbewohner etwas von mir wollten. Ende November zeigt ich euch dann vielleicht das fertige Diagramm mit meinen NaNo-Wörtern.

Da fällt mir ein, dass ich natürlich auch von meinen Mitbewohnern unterstützt werde, die im November einen größeren Teil der Hausarbeit (kochen, spülen, einkaufen) übernehmen und so dazu beitragen, dass ich genug Zeit zum schreiben habe. An dieser Stelle also einen großen Dank an sie.

 

So, soviel also zum Stand des NaNo bei mir, und jetzt wird weiter fleissig in die tasten gehauen.

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2 Antworten zu NaNoWriMo und Roman Status #Weißnichtwieviel

  1. Pingback: Results for week beginning 2016-10-31 | Iron Blogger Berlin

  2. 500woerterdiewoche schreibt:

    Das klingt doch super 🙂

    P.S. Und ich amüsiere mich königlich darüber, dass du das Wort „Planet“ bei jeder Erwähnung anders falsch geschrieben hast 😛 Aber momentan sollst du dich ja auch auf den NaNoWriMo konzentrieren, nicht auf den Blog 😉

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