Das Leben und Sterben der Oktosegler

Dieser Bericht wurde angefertigt vom Komitee für wissenschaftliche Fragen der Nachtmeer-Universität zu Zlun Mubcoh in Auswertung der Expedition zur Erforschung der Oktosegler mit dem Forschungschiff Kusehud Odjuzlied.

Einleitung

Oktosegler sind eine beliebte Delikatesse an den Küsten der nachtwärtigen Meere. Über das Leben dieser faszinierenden Tiere ist jedoch nur wenig bekannt. Daher wurde von der Nachtmeer-Universität zu Zlun Mubcoh eine Forschungsexpedition ausgerüstet, um Details über das Leben der Oktosegler zu erforschen. In diesem zusammenfassenden Bericht werden die wichtigsten Ergebnisse der Expedition für die Öffentlichkeit zusammengestellt. Für Details der Forschung sei auf die entsprechende wissenschaftliche Fachliteratur verwiesen.

Die Oktosegler

Oktosegler sind eine luft- und wasserbewohnende Spezies, die in allen Regionen des nachtwärtigen Meeres beheimatet ist. An den Küsten des nachtwärtigen Meeres gilt sie seit langem als Delikatesse.

Oktosegler verbringen einen großen Teil ihres Leben im Wasser, verlassen dies jedoch irgendwann in großen Schwärmen und lassen sich vom Wind bis an die Küsten Mithlijs treiben. Dort paaren sie sich und werden anschließend von der Meeresströmung wieder tagwärts getrieben. Nach dem Laichen in mittleren Breiten verlieren sie die Orientierung und werden an die Küsten gespült. Die angespülten Oktosegler sind eine Delikatesse.

Oktosegler haben acht Arme, die bis zu zwei Meter lang werden können. Diese sind mit Saugnäpfen besetzt. Oktosegler können in ihrem Kopf einen Unterdruck erzeugen und so unter Wasser aufsteigen oder absinken. Ausgewachsene Oktosegler können einen so starken Unterdruck erzeugen, dass sie in der Luft schweben und sich vom Wind treiben lassen können.

Die Forschungsmission

Die Forschungsmission wurde von der Nachtmeer-Universität zu Zlun Mubcoh ausgerüstet. Das Forschungsschiff Kusehud Odjuzlied, das einen metallverstärkten Rumpf hat und für Fahrten im Packeis vor der Küste Mithlijs entwickelt wurde, wurde mit einer Tauschglocke zur Beobachtung der Oktosegler unter Wasser sowie einem Heißluft-Fesselballon ausgerüstet. Dadurch konnten die Oktosegler sowohl in der Luft als auch unter Wasser beobachtet werden.

Die Mission begann in der Nähe des Westpols im Jahr 1561 AZ. Nach einigen Wochen Beobachtung der Oktosegler-Jungtiere stiegen diese in die Luft auf. Das Schiff folgte ihnen nachtwärts bis vor die Küste Mithlijs, wo die Oktosegler ins Wasser zurückkehrten. Anschließend folgte das Schiff den adulten Tieren in tagwärtiger Richtung bis zu ihrem Tod. Der Weg der befruchteten Eier zurück zum Westpol wurde nicht weiter beobachtet.

Unterwegs gab es immer wieder Schwierigkeiten, insbesondere die Küstengewässer Mithlijs erwiesen sich auf Grund der Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes und der immer wieder plötzlich auftretenden Eisstürme als Herausforderung für Mensch und Material.

Während eines Tauchgangs wurde die Versorgungsleitung der Tauchglocke beschädigt, was drei Wissenschaftlern das Leben gekostet hat. Der Techniker der Tauchgruppe konnte wiederbelebt werden.

Drei Mannschaftsmitglieder haben schwere Erfrierungen erlitten, als sie beim Auftreten eines Eissturms auf dem Packeis unterwegs waren und den Rückweg zum Schiff nicht rechtzeitig schaffen.

Lebenszyklus der Oktosegler

Die Expedition hat viele neue Erkenntnisse erbracht, die im Folgenden vorgestellt werden.

Oktosegler ernähren sich im Wasser hauptsächlich von Kleintieren, fangen jedoch auch kleinere Fische. Sie halten sich bevorzugt in den oberen 200 Metern des Ozeans auf, können jedoch gelegentlich auch bis zu einer tiefe von 800 Meter gefunden werden. Ob sie in noch größerer Tiefe ebenfalls anzutreffen sind, ist unbekannt, da die Tauchglocke nur bis 800 Meter tauchen kann.

Die Oktosegler bilden unterschiedlich große Gruppen und Schwärme, die zwischen zwei und mehreren hundert Individuen umfassen können. Es scheint eine soziale Organisation dieser Schwärme zu geben, aber in dieser Mission konnten keine Einzelheiten ermittelt werden.

In der Atmosphäre können sie bis zu fünf Kilometer aufsteigen, halten sich jedoch meistens in Höhen von maximal 400 Metern auf. In der Luft ernähren sie sich hauptsächlich von Insekten und zehren ihre Fettvorräte auf. Neben dem Unterdruck, den sie in ihrem Kopf erzeugen können, haben sie eine zweite Schicht, die sie mit Wasser oder Luft füllen können und die der Atmung dient. In diesem Atmungsmantel findet der Sauerstoffaustausch zwischen Wasser bzw. Luft und dem Blutkreislauf statt.

Im Nachtbereich leuchten Oktosegler leicht und zeigen damit ihre Paarungsbereitschaft an. Die Paarung selber bildet den Abschluss der nachtwärtigen Reise. Es können sich zwei Oktosegler gegenseitig befruchten, es wurde aber auch beobachtet, dass sich größere Gruppen von Oktoseglern wechselseitig paaren. Oktosegler haben sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsorgane. Dabei paaren sich die einzelnen Oktosegler oft mit verschiedenen Partnern in verschiedenen Kombinationen. Ob ein Oktosegler sich mit sich selber paaren könnte, ist unbekannt.

Nachdem sie in den Küstengewässern Mithlijs ins Meer zurückgekehrt sind, lassen sich die Oktosegler von den Meeresströmungen wieder tagwärts treiben. In der folgenden Zeit reifen die befruchteten Eier heran, bis die Oktosegler sie schließlich ins Meer entlassen. Die befruchteten Eier sinken in tiefere Meeresschichten. Die alten Oktosegler verlieren ihre Orientierung, steigen an die Oberfläche und werden schließlich an die Küsten gespült oder von anderen Tieren vertilgt. Warum jedoch die Oktosegler ihren Geschmack nach dem Laichen ändern, und was die Ursache dafür ist, konnte nicht entschlüsselt werden. Mit Experimenten konnte gezeigt werden, dass der Tod der Oktosegler nicht ursächlich für die Geschmacksänderung ist.

Sobald die befruchteten Oktoseglereier ausreichend warme Meeresbereiche erreichen, schlüpfen sie und der Zyklus beginnt erneut. Weitere Details zu den Ergebnisse der Forschungsreise sind in Fachartikel in den entsprechenden Fachzeitschriften zu finden.

Zusammenfassung und Ausblick

Während der Expedition konnten einige Fragen bezüglich des Lebens der Oktosegler geklärt werden. Es konnte fast der gesamte Lebenszyklus der Oktosegler beobachtet und dokumentiert werden. Insbesondere über das Fress- und Paarungsverhalten der Tiere konnten viele neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die Expedition hat gezeigt, dass das Leben der Oktosegler sehr viel vielfältiger ist, als bisher angenommen wurde.

In zuküntigen Missionen sollten daher insbesondere folgende Fragestellungen noch geklärt werden: Wie verläuft die soziale Interaktion der Oktosegler. Dient sie dazu, Schwärme für die nachtwärtige Reise und die anschließende Paarung zu bilden oder gibt es weitere Evolutionäre Gründe, die für ein solches Verhalten sprechen? Wie ernähren sich Oktosegler während ihrer nachtwärtigen Reise? Reicht ihr eingelagertes Fett für die Reise aus oder gibt es eine weitere Nahrungsquelle zusätzlich zu den wenigen Insekten, von denen sie sich ernähren. Eine Frage, die ebenfalls bisher nicht geklärt werden konnte, ist, warum Oktosegler vor dem Laichen nicht essbar sind, danach aber sehr wohl. Der genaue Mechanismus und Zeitpunkt dieser Wandlung konnte nicht entschlüsselt werden.

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3 Antworten zu Das Leben und Sterben der Oktosegler

  1. Pingback: Results for week beginning 2016-05-30 | Iron Blogger Berlin

  2. 500woerterdiewoche schreibt:

    Warst du hungrig, als du das geschrieben hast? 😛

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