Stadtplan von Tewila

Dieser Artikel ist Teil des Glossars.

Die Karte zeigt die Stadt Tewila und die nähere Umgebung, wie sie während des Unabhängigkeitskriegs (Die Tage von Tewila) aussah. Die Karte ist, wie auf der Tagseite Amels üblich, in Tag-Nacht-Richtung ausgerichtet, d.h. tagwärts ist oben, nachtwärts unten. Auf Grund der geographischen Lage ist links Norden und rechts Westen.

Stadtplan von Tewila im Jahr 764 AZ

Tewila im Jahr 764 zu Beginn der Tage von Tewila.
Legende: Dunkelgrün: Wald; Hellgrün: Wiese; Rot: Gebäude; Blau: Wasser; Weiß: Straßen und Plätze; Braun: Öffentliche Gebäude

Das Zentrum der Stadt bildet der Benedar Sewak, was auf deutsch soviel wie Markt am Stadthafen heißt. Und damit sind die beiden wichtigsten Funktionen des Hafens auch schon beschrieben. Zum Flussufer hin ist er befestigt und für die Be- und Entladung von Flussschiffen eingerichtet. Der restliche Teil des Platzes ist Marktplatz, wo sowohl die mit den Schiffen angelieferten Waren als auch lokale Waren gehandelt werden. Neben einem Gasthaus sowie einem großen Lagerhaus befindet sich am Benedar Sewak noch das sogenannte Wissensamt. In diesem befindet sich der Große Stadtsaal, in dem Versammlungen und Feiern abgehalten werden. Außerdem ist dort die lokale Verwaltung untergebracht und in einem Archiv sind Kopien vieler Dokumente, die von der Sejereh nach Amel überspielt wurden.

Der Hafen liegt nicht direkt am Nihr Tewila sondern an einem Nebenfluss, dem Nihr Bablali, der ein Stück westwärts im Hügelland von Alryfy entspringt und in Tewila in den Tewil mündet. Am oberen Ende des Marktplatzes führt eine Brücke über den Bablalifluss, über die man in den mittleren und den nördlichen Bereich Tewilas gelangt.

Hundert Meter südwärts von der Brücke über den Nihr Bablali befindet sich die einzige Brücke, die im Umkreis von tausend Kilometern über den Nihr Tewil führt, die Fathahejar-Brücke. Ursprünglich war an dieser Stelle eine Furt, durch die man den Fluss überqueren konnte, doch in den Jahren 681-685 wurde die Brücke errichtet. Die Brücke besteht aus jeweils vier steinernen Bögen auf beiden Seiten des Flusses sowie einem klappbaren Mittelteil, um auch großen Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen (mehr dazu siehe unten).

Im Jahr 748, ein paar Jahre nachdem Tewila zum Marktort mit eigenem Bürgermeister ernannt worden war, führten die Einwohner eine Zollabgabe auf die Überquerung der Brücke für Außenstehende ein. Anfangs gab es Widerstand der Händler und Versuche, einen anderen Überweg über den Tewilafluss zu finden, doch da die Abgaben nur sehr gering waren, blieb die Brücke die Hauptroute zwischen Melkana und der Hauptstadtregion.

Zwischen den Flüssen zweigt der Tryk Teleh (Telehpfad, benannt nach dem Ort Tewil Teleh) von der Melkanastraße (Schar Melkana) ab und führt in die tagwärtigen Viertel. Direkt an der Abzweigung ist die Schule Tewilas, die gleichzeitig auch Kinderhort, Volkshochschule und Universität ist. Auch gibt es im Schulgebäude einen weiteren Versammlungsraum.

Auf der nördlichen Seite (auf der Karte links) des Nihr Tewil führt der Sebyl Kesir (dt: Kurzer Weg) in den Bereich Tewilas, in dem die meisten Manufakturen angesiedelt sind. Am Ufer des Tewila sind in diesem Bereich mehrere Laufwasserkraftwerke angesiedelt, die die Manufakturen mit mechanischer Energie versorgen.

Folgt man der Schar Melkana weiter in nördlicher Richtung, so kommt man zum Zabe Hamer (dt: Hamerhof), wo die Straße den Ghadyr Hamer (dt: Rotenbach) überquert und die Hauptstraße nach Tewil Fim (dt: Tewilmünde) abzweigt.

Auf dem anderen Ufer des Tewil verläuft aus nachtwärtiger Richtung der Treidelpfad von Tewil Fim am Flussufer entlang bin nach Tewila. Durch die Einrichtung dieses Weges in den Jahren 608 – 631 AZ wurde aus dem kleinen Ort an der Tewilfurt ein bedeutender Umschlagpunkt im Binnenhandel im Bereich der großen Ebene.

In nachtwestlicher Richtung führt die Sebyl Huith Ditheh (dt: „Kammersdorfer“ Weg, benannt nach dem Ort Huith Ditheh) entlang des Bachs Chadylil aus der Stadt. Etwa zwei Kilometer außerhalb der Stadt liegt der Zabe Frekach (dt: Hühnerhof), ein kleiner Ort mit vier Höfen, der in einer Schleife des Ghadyr Chadylil errichtet wurde. In Zabe Frekach gibt es eine bekannte Töpfermanufaktur. In dem Bach sind im Bereich des Ortes mehrere Wasserkraftwerke errichtet worden, die die Manufaktur mit Energie versorgen.

Westlich von Tewila, am Ghadyr Tijalil gelegen, liegt der Zabe Tijalla, ein weiterer kleiner Ort, der Wasserkraft nutzt, um damit mechanische Energie zu erzeugen. In Zabe Tijalla wird mit Hilfe dieser Energie Korn gemahlen.

Aus westlicher Richtung, entlang des Nihr Bablali, verläuft die Handelsstraße in die Haupstadtregion, in Tewila Jad Alewalla (dt.: Alewallaallee) genannt. Im Bereich der Stadt ist diese Straße zusammen mit ihrer Verlängerung, der Schar Melkana, die wichtigste Staße. Die meisten Geschäfte sind in ihrem Bereich zu finden. Etwas dreihundert Meter vom Marktplatz entfernt führt die Straße durch das älteste Viertel Tewilas. Die Jad Alewalla wird hier von der Zakad (dt: Gasse) gekreuzt, die sich Richtung Nihr Bablali in Zakad Altely (dt.: Vordergasse) und Zakad Khelef (dt.: Hintergasse) aufspaltet.

Zwischen der Zakad Altely und dem Bendar Sewak am Nihr Bablali gelegen ist das Ärzte- und Krankenhaus, das die gesamte Medizinische Versorgung der Einwohner Tewilas und der umliegenden Orte übernimmt.

Die Umgebung Tewilas ist von Wald geprägt, der das überwiegend flache Land bedeckt und nur von wenigen Lichtungen, die meistens von Menschen als Acker- und Weideland angelegt wurden, unterbrochen wird. In der Umgebung Tewilas gibt es einige kleine Orte, die jedoch mit zunehmender Entfernung spärlicher werden. Abseits der Handelsstraßen ist die weitere Umgebung Tewilas noch unbesiedelt und teilweise gänzlich unerforscht.

Die Fathahejar-Brücke

Die Fathahejar-Brücke über den Nihr Tewil (dt: steinerne Klappbrücke) besteht aus steinernen Zugängen von beiden Flussufern mit jeweils vier großen Bögen sowie einem klappbaren Mittelteil aus Saj-Holz. Rechts und links des Klappteils ist jeweils ein großer, steinerner Pfeiler mit einer Wandstärke von 1,20 m und einer Höhe von 17 Metern. Die Seile, die die Fahrbahn halten, haben jeweils eine Stärke von 4 cm und sind mit Stahlfasern verstärkt. In den Zollhäuschen, die jeweils auf dem zweiten Pfeile stehen, ist auch die Mechanik des Seilzugs zum Öffnen der Brücke untergebracht.

Die Fathahejar-Brücke

Skizze der steinernen Klappbrück um 800 AZ mit Blickrichtung flussabwärts.

Angetrieben wird die Mechanik durch jeweils ein Mühlrad, das in einem trichterförmigen Rohr unterhalb der Brücke angebracht ist. Damit auch in Fällen von niedrigerer Wasserführung die Brücke geöffnet werden kann, sind die steinernen Bögen mit herablassbaren Sperren versehen, die den Durchfluss des Tewila begrenzen und so den Wirkungsgrad der Mühlräder erhöhen können.

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2 Antworten zu Stadtplan von Tewila

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