Die Rettungs- und Landeschiffe

Dieser Artikel ist Teil des Amel-Glossar. Eine alphabetische Übersicht findet ihr hier.

Auf der Sejereh gibt es mehrere kleinere Raumschiffe, Rettungs- und Landeschiffe oder RLS genannt, die gebaut wurden, um im Falle einer größeren Havarie die Bewohner aufnehmen zu können. Dies wurde begonnen, nachdem es zwei Jahre nach der Passage des Saturns einen Meteoriteneinschlag gegeben hat, der größere Schäden verursacht hat.
Die Schiffe sind recht großzügig angelegt, da im Weltraum die Größe eines Schiffs weniger von Bedeutung ist als sein Gewicht. Der Grund für die Entscheidung, die RLS recht großzügig auszustatten, war die Erkenntnis, dass im Falle einer Havarie die Überlebenden in der Lage sein müssen, die Sejereh zu reparieren und dafür möglicherweise längere Zeit benötigen.

Während des interstellaren Fluges wurden diese Schiffe auch für kleinere Expeditionen von bis zu drei Jahren Dauer und ein paar Millionen Kilometern Entfernung von der Sejereh benutzt.

Die RLS sind dafür ausgelegt, im Normalfall an einem der rotierenden Module der Sejereh angedockt zu sein, so dass die Fliehkraft für eine Pseudo-Schwerkraft in Richtung Schiffsboden sorgt. Die Schwerkraft ist in diesem Fall, durch das Andocken außen an den Modulen, etwas größer als auf der Erde. Wenn das Schiff selbstständig fliegt, entsteht die Schwerkraft durch den Antrieb, der das Schiff nach oben beschleunigt. Da der Antrieb nicht sehr stark ist, ist die Gravitation im Flug deutlich schwächer als im angedockten Zustand.

Des Weiteren sind die RLS aerodynamisch geformt und haben in der Atmosphäre eine begrenzte Steuerfähigkeit, um so die Landung auf Amel zu ermöglichen. Ein erneuter Start der RLS vom Planeten aus ist nicht möglich.

Die folgende Skizze zeigt beispielhaft die Einrichtung eines solchen Schiffes (Gehe mit der Maus über die Skizze, um zu erfahren).

Rettungs- und Landeschiff der Sejereh, Skizze der Hauptebene

Eine Skizze der Hauptebene der Rettungs- und Landeschiffe der Sejereh

 

Bei der Ansicht der Skizze ist auf der rechten Seite, wo die Pilotenkanzel ist, vorne und auf der linken Seite, wo die Werkstatt ist, hinten.

Oben und unten auf der Skizze in der Mitte sieht man die zwei Luftschleusen, durch die man seitlich das Schiff betreten und verlassen kann (in Decke und Boden gibt es zwei weitere).

Direkt neben den Luftschleusen sind die redundanten Technischen Stationen, von denen aus man sehr viele Systeme des RLS überwachen und steuern kann. Die Wände sind mit Elektronik bedeckt und diese Räume sind recht eng. Der Zugang ist von der Schiffsseite vom Flur her, durch einen Notausgang ist es jedoch auch möglich, in die Luftschleuse zu gelangen oder wahlweise diese Räume als Ersatz-Luftschleuse zu benutzen.

Um die Technischen Stationen herum ist jeweils ein Zimmer, auf der anderen Seite des Flurs und der Luftschleuse ein weiteres, so dass es insgesamt vier gibt. In jedem der Zimmer gibt es acht Betten, jeweils 1,20 m breit. In jedem Zimmer sind zwei davon zu einem Doppelbett kombiniert, die anderen stehen einzeln an der Wand. Darüber hinaus gibt es einen Tisch mit acht Stühlen sowie acht Schränke. Über den Betten an der Wand sind jeweils noch Klappbetten angebracht, falls das Schiff sehr überbelegt ist. Auch gibt es in jedem Zimmer ein oder zwei Schreibtische mit mehreren Arbeitsplätzen.

Von den vorderen Zimmern abgetrennt gibt es jeweils ein Bad mit zwei Waschbecken, einer Dusche, einer Badewanne sowie einer Lichtdusche. Der Zugang zum Bad ist vom Flur her, ebenso wie zu den Toiletten, die, jeweils zwei pro Gangseite, als Ecke vom Bad abgetrennt sind.

Vor den Zimmern ist auf der rechten Seite eine Küche mit Kochplatten, Ofen, Mikrowellen sowie Spülbecken und einer ganzen Reihe Schränke. Über der Küche, über eine Treppe zugänglich, ist der Lagerraum für Lebensmittel.

Auf der linken Seite gegenüber der Küche ist der Sportraum, der einerseits zur Unterhaltung und andererseits zur Muskelkräftigung während des Flugs bei geringer Schwerkraft dient. Neben einem Laufband, einem Fitness-Fahrrad sowie einem Gewichthebestand gibt es auch eine Tischtennisplatte.

An der Spitze des Raumschiffs, zwischen dem Sportraum und der Küche, ist die Pilotenkanzel, von der aus das Raumschiff gesteuert wird und der Funkkontakt mit der Sejereh und anderen Raumschiffen hergestellt werden kann.

Am gegenüberliegenden, hinteren Ende der RLS ist die Werkstatt, die so eingerichtet ist, dass man möglichst alles, was man zu einer Reparatur der Sejereh benötigen könnte, dort herstellen kann. Über der Werkstatt ist ein großes Materiallager, dass über eine Treppe von der Werkstatt aus zugänglich ist.

An der linken Schiffsseite gibt es neben der Werkstatt einen kleinen Chemieraum, um dort Chemikalien herzustellen und Bauteile zu lackieren.

An der Stelle, wo die vier Flure sich treffen, gibt es einen größeren Platz, auf dem sich die Bewohner des Schiffs für gemeinsame Treffen versammeln können. Vom Flur nach vorne und hinten geht jeweils eine Treppe nach oben ins Lager und eine nach unten zu den Treibstofftanks und zu den Triebwerken.

Im Obergeschoss gibt es neben viel Lagerfläche weiter Toiletten sowie eine Luftschleuse mit Aussichtskuppel, über die man das RLS, wenn es an der Sejereh angedockt ist, betreten und verlassen kann.

Zwischen benachbarten Räumen gibt es in den Wänden für Notfälle weitere Türen, die zum Teil in Schränken versteckt sind. Auch in Decke und Boden gibt es in den meisten Räumen die Möglichkeit, in Notfällen Türen zu öffnen.

Sämtliche Türen sind als Druckschott gebaut, so dass sich bei einem Meteoriteneinschlag jeder Raum einzeln sichern lässt. Auch gibt es im Schiff in jedem Zimmer Ersatz-Computersysteme, über die sich das Schiff bei einem Ausfall der Hauptcomputer überprüfen und steuern lässt.

Alle Wände sind sehr stabil ausgeführt und in den größeren Räumen gibt es einige Verstrebungen, die dem Schiff zusätzliche Stabilität verleihen und dafür sorgen, dass es nicht zerbricht, selbst wenn das Schiff von einem ganzen Meteoritenschwarm getroffen wird.

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3 Antworten zu Die Rettungs- und Landeschiffe

  1. Pingback: Results for week beginning 2014-09-22 | Iron Blogger Berlin

  2. 500woerterdiewoche schreibt:

    Die Tippfehler wolltest du aber noch rausmachen, oder? 😛

  3. Pingback: Glossar Teil 3 | Das Amel-Projekt

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