Hepkaale und die süßen Monstermeerschweinchen – Teil IV

hepkaale_headerTeil 1, Teil 3

Hepkaale fand sich auf dem Dorfplatz von Salak wieder, diesmal mit einer reich verzierten Heugabel in der Hand.

„Neeeeeein!“, rief sie aus purer Enttäuschung, doch diesmal waren sie Dorfbewohner nicht zu sehen. Als Hepkaale mit Schreien aufhörte, konnte sie die Einwohner von Salak hören. Sie schnappte sich die Heugabel und brüllte vor Wut, als sie daran dachte, wie oft das Plot-Device sie schon in diesen Ort zurück geschickt hatte und wie oft es das wohl noch tun würde. Dann rannte sie los, diesmal in die andere Richtung, und schrie dabei die ganze Zeit wütend. Das Plot-Device war einfach nur gemein zu ihr und sie wollte jetzt jemanden oder etwas dafür schlagen, nur um ihre Wut abzureagieren.

Die Dorfbewohner hatten sich am Ortsausgang versammelt und schauten den Weg entlang, auf den Hepkaale zusammen mit Ghulaam vor gar nicht so langer Zeit nach Salak gekommen war. Ein Stück entfernt war etwas Bräunliches auf dem Weg, eine wuselnde Masse, die sich langsam in Richtung Dorf schob. Wahrscheinlich die Monstermeerschweinchen, aber das war Hepkaale egal. Sie wollte nur noch diesen Ort verlassen und stürmte den Weg entlang, die Mistgabel vor sich haltend und dann in die Menge der Viehcher hinein. Die ersten paar spießte sie auf, die anderen schob sie, als die Gabel voll war, vor sich her, dass sie nur so zu den Seiten wegflogen. Hinter ihr ergriffen die Dorfbewohner nun ihre Waffen – und die mytische Sense und den Dreschfelgel – und folgten ihr. Die Monstermeerschweinchen wurden von dem heftigen Gegenangriff überrascht und quiekten und fiepten, als sie von den wütenden Dorfbewohnern über die Klippen ins Meer geworfen wurden.

Hepkaale indes stürmte einfach weiter, auch als sie die Masse der Viehcher schon hinter sich gelassen hatte. Sie war so wütend, dass es ihr egal war, ob sie nun die Meerschweinchen besiegt hatte oder noch eine Million weitere vor ihr lagen. Sie stürmte immer weiter, bis zu der Stelle, wo sie zuerst gelandet war. Dort hielt sie an, nahm die blutige und mit Straßenschmutz und Meerschweinfell überzogene Heugabel und warf sie von der Klippe ins Meer.

„Das halte ich davon!“, rief sie dem Werkzeug hinterher. Dann brummte und summte es wieder, und kurz darauf war sie wieder in ihrer Werkstatt.

 

„Du mieses kleines Biest“, knurrte sie, als sie ihre kleine Schwester sah, die in der Tür der Werkstatt stand und sie verwirrt ansah.

„Dir werde ichs zeigen. Warte nur…“ Sibüü wollte etwas sagen, doch als sie sah, in welcher Stimmung ihre große Schwester war, drehte sie sofort um und rannte in die Kücher zu ihrer Mutter, damit sie sie vor ihr schützen würde.

Hepkaale nahm das Plot-Device aus seinem Regalfach, rannte aus dem Haus und über die Kohlfelder bis zu einem kleinen Waldstück, in dem sie es versteckte. Dann ging sie langsam und ruhiger wieder nach Hause. Das würde das Plot-Device lehren, sie in irgendwelche Abenteuer zu schicken. In Zukunft würde sie so hoffentlich von ihm verschont bleiben.

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4 Antworten zu Hepkaale und die süßen Monstermeerschweinchen – Teil IV

  1. Pingback: Results for week beginning 2014-08-25 | Iron Blogger Berlin

  2. 500woerterdiewoche schreibt:

    XD Arme Hepkaale. Wir wissen doch alle, dass es nicht funktionieren wird…

  3. wiesenirja schreibt:

    Gerade nur so reingelesen. – LOL!

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