Hepkaale und der Drache 10

Erster Teil, vorheriger Teil.

Der Drache schaute den im Matsch liegenden Faares an. Hepkaale war überrascht davon, dass er Faares nicht gleich mit seinem feurigen Atem röstete. Andererseits stellte Faares offensichtlich keine Gefahr für den Drachen dar. War das der Grund, warum der Drache nicht weiter angriff?

Der Drache schüttelte sich, doch Faares lag weiter im Matsch und rührte sich nicht. Was war mit ihm passiert? Hepkaale überlegte, ob sie sich Faares nähern sollte, um zu schauen, was mit ihm war. Sie betrachtete den Drachen und kam zu dem Schluss, dass sie Faares im Moment nicht helfen konnte. Wenn sie sich Faares näherte, würde sich der Drache womöglich bedroht fühlen und sie beide rösten.

Der Drache beäugte Faares misstrauisch und schlich dann langsam in großen Kreisen auf ihn zu. Hepkaale, die sich hinter einen Felsen gekauert hatte, schien er gar nicht zu beachten. Ihr war es durchaus recht, dass der Drache sich nur auf Faares konzentrierte. Wenn es um Gefahren ging, war sie der Meinung, dass sie besser andere Leute als sie selber treffen sollten.

Der Drache hatte sich Faares soweit genähert, dass er ihn berühren konnte. Mit der Schnauze stupste er den Ritter an, der daraufhin stöhnte, aber sich nicht weiter bewegte. Vorsichtig schlich der Drache weiter um Faares rum und betrachtete ihn von allen Seiten. Mehrfach, als der Drache ihn anstubste, versuchte er kraftlos, ihn wie eine lästige Fliege zu verscheuchen.

Als der Drache merkte, dass von Faares keine Gefahr mehr ausging, stubste er ihn kräftiger an. Dann nahm der Drache Faares ins Maul und hob ihn hoch, biss jedoch nicht zu. Dann nahm er Anlauf und flog mit Faares im Maul davon.

Hepkaale schaute ihm nach, wie er an der Küste entlang flog und in der Ferne immer kleiner wurde. Sie zog ihre Möchtegern-Rüstung aus und befreite die Ziege vom Sattel und ließ sie laufen. Dann setzte sie sich hin und sagte: „So, Plot-Device, damit wäre mein Auftrag wohl erfüllt, oder? Dann kannst du mich ja nach Hause bringen.“

Sie rechnete nicht damit, vom Plot-Device eine entsprechende Reaktion zu bekommen, und war um so überraschter, als sie das vertraute Summen und Brummen hörte.

***

Hepkaale wollte erleichtert seufzen, als das Summen und Brummen nachließ, brach dann aber mittendrin ab. Sie war nicht zu Hause. Warum war sie nicht zu Hause? Reichte es dem Plot-Device nicht, dass sie wochenlang mit Faares durch unwegsames Gelände unterwegs gewesen war?

Hepkaale öffnete die Augen. Felsen. Sie saß irgendwo zwischen Felsen und konnte die Brandung des Meeres hören.

„Hepkaale!“ Faares Stimme. Hepkaale schaute sich um. Schräg hinter ihn schien ein Weg durch die Felsen zu führen, und diesen Weg kam Faares nun entlang.

„Hallo Faares!“, sagte sie und stand auf. „Was ist mit dem Drachen? Wie bist du ihm entkommen?“

„Ach, der Drache. Der ist gar nicht so schlimm, wenn man ihn erstmal näher kennt. Komm mit, ich stelle dich ihm vor.“

Hepkaale folgte Faares den Weg entlang durch die Felsen, bis sie an eine große, geräumige Höhle kamen. Auf der einen Seite der Höhle lag der Drache und schlief, die andere Seite hatte Faares sich wohnlich eingerichtet mit einem Bett aus Stroh, ein paar Felsen zum Sitzen und einem Holztisch, auf dem sein Teekessel stand und dampfte.

„Wie kommt es, dass du dir mit dem Drachen eine Höhle teilst?“

„Nun ja“, sagte Faares. „Irgendwie war er netter als ich und hat mich nach dem Kampf hierher gebracht und mir heißes Wasser zu trinken gegeben. Als es mir dann wieder besser ging, habe ich Kräuter gesammelt und zusammen mit Wasser in meinen großen Teekessel gemacht. Dann habe ich ihm beigebracht, den Tee zu kochen und seitdem trinken wir immer zusammen Tee.“

„Ihr trinkt Tee zusammen?“

Faares nickte. „So ein Drache ist super, um sich Tee zu kochen. Ich sammel die Kräuter und er macht das Wasser heißt. Möchtest du auch eine Tasse Drachentee?“

Er wartete keine Antwort ab und gab ihr eine Tasse mit dampfendem Tee. Hepkaale musste zugeben, dass der Tee ziemlich lecker war. Als sie die leere Tasse wieder auf den Tisch stelle, summte und brummte das Plot-Device wieder und brachte sie endlich nach Hause.

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Briefe von der Sejereh – 4. Brief, 2. Teil

Erster BriefErster Teil dieses Briefes

Bei uns können Kinder nicht entscheiden, wer sie aufzieht, deswegen der Spruch: „Eltern kann man sich nicht aussuchen“. Wenn ein Kind bei uns mit seinen Eltern nicht klarkommt, dann ist das doof, aber nicht zu ändern. Nur wenn die Eltern wegen irgendwas beide eingesperrt werden oder sterben, dann können die Kinder zu anderen Eltern.

Ich dachte auch, dass ihr genauso leben würdet wie wir. Die Idee, das zu Vergleichen, finde ich gut. Sauerstoff atmen wir auch und wir essen auch größtenteils das Gleiche wie ihr. Aber wir essen auch viel Brot. Und Kuchen essen wir auch gerne. Lamamilch haben wir natürlich keine, aber dafür Kamelmilch. Die ist noch viel kräftiger als Ziegenmilch. Kochen tun wir auch, genauso wie ihr.

Eine Vorschule haben wir nicht wir kommen mit sechs direkt in die Schule. Aber es gibt einen Kindergarten, in den wir ab drei gehen. Mit 16 sind die ersten bei uns mit der Schule fertig und lernen einen Beruf. Wer klug ist, darf noch drei Jahre mehr Schule machen, aber die meisten lernen dann schon einen Beruf.

Wir waschen auch mit Wasser, aber manchmal, wenn die Sachen besonders verdreckt sind, dann müssen die in die Wäscherei. Da haben sie andere Methoden zum Waschen. Das weiß ich, weil ich da mal ein paar Tage geholfen habe.

Eure Verteilung der Arbeit finde ich seltsam. Was passiert, wenn bei euch jemand eine Arbeit macht, die er nicht gelernt hat? Dann wird die Arbeit vielleicht schlecht gemacht. Und was ist, wenn sich für eine Arbeit überhaupt keiner findet? Manche Arbeiten müssen einfach gemacht werden,a uch wenn sie keiner mag.

Bei uns ist das sehr anders. Spätestens nach der Schule entscheidet man sich für einen Beruf, den man dann richtig gründlich lernt. Das dauert meistens mehrere Jahre. Wenn man den dann richtig kann, bekommt man Geld dafür. Dass man den Beruf ausübt. Es gibt natürlich auch Männer, die zu doof sind, einen Beruf zu lernen. Die machen dann die Sachen, für die man nichts gelernt haben muss. Außerdem gibt es für solche Sachen ja noch die Frauen, die gerade keine Kinder haben. Die können solche Arbeiten auch machen.

Manchmal, wenn sie richtig gut sind, können Frauen auch einen richtig komplizierten Beruf lernen. Aber das ist natürlich immer doof, weil sie dann ja aufhören müssen, wenn sie Kinder kriegen und sich um die kümmern müssen. Da will ich doch lieber gleich keinen komplizierten Beruf lernen, bevor ich dann etwas lerne und ein paar Jahre später jemand anderes das Gleiche nochmal lernen muss.

Ich finde es seltsam, dass es bei euch für die unbeliebten Arbeiten Belohnungen gibt. Bei uns gibt es dann einfach nur mehr oder weniger Geld für die Arbeit. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, wenn man ohne Geld lebt. Wie soll das funktionieren? Wie bezahlt man für sein Essen und seine Kleidung und alles andere? Das kann doch nicht funktionieren, oder? Bei uns bekommt man Geld für seine Arbeit und kann sich dann dafür kaufen was man will. Wie ist das bei euch? Wie bekommt ihr die Sachen, die ihr wollt? Ihr könnt doch bestimmt nicht alle Sachen, die ihr wollt, einfach so bekommen. Oder sind das die Belohnungen für die Arbeit? Ich finde das sehr verwirrend. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.

Bei euch kriegen die Alten Ärger, wenn sie euch Essen geben, ohne eure Eltern zu fragen? Das muss daran liegen, dass die keine Großeltern sind. Bei uns sind die Großeltern die Eltern unserer Eltern und können deswegen mit unseren Eltern meckern und nicht andersrum. Wie gut, dass du wenigstens ein Stück Kuchen bekommst, wenn es dir zu Hause nicht geschmeckt hat.

Bei uns sind Eltern immer Mann und Frau, wie sollten schließlich zwei Männer miteinander ein Kind kriegen? Das würde bei uns nicht gehen. Und zwei Frauen miteinander natürlich auch nicht. Ich stelle mir vor, wenn du zwei Männer oder zwei Frauen als Eltern hast, dass dann doch etwas fehlt bei der Erziehung, oder nicht? Ich habe nie darüber nachgedacht, wie es sein könnte. Wer von deinen Eltern bringt dir die ganzen Frauensachen bei?

Machen bei euch Frauen und Männer wirklich die gleiche Arbeit? Bei uns gibt es Arbeiten die nur von Männern gemacht werden und solche, die immer Frauensache sind. Männer und Frauen haben schließlich unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten und können deswegen andere Sachen besonders gut. Das ist doch immer so, oder nicht? Ich dachte zumindest, das wäre so. Bei euch scheint das Leben wirklich sehr anders als bei uns zu sein.

Wenn bei uns Abends keiner das Geschirr abwäscht, dann interessiert es außer uns selber niemanden. Nie im Leben würden unsere Lehrer auf die Idee kommen, etwas dazu zu sagen,w ie es bei uns zu Hause aussieht. Sowas gehört sich einfach nicht. Aber wenn bei euch alle Leute alle anderen beobachten, dann kann ich verstehen, warum ihr Sträucher vor dem Fenster habt. Mich würde es auch nerven, wenn alle meine Freunde immer wüssten, was bei uns zu Hause los ist.

Es ist wirklich unfair, dass Kasa die sauren Früchte, die ihr essen dürft, mag und du nicht. Ich frage mich, wir ihr lernen wollt, euch eure Sachen einzuteilen, wenn manche die Sachen essen dürfen,d ie sie mögen und andere nicht.

Von der Erde gibt es noch immer nichts neues. Mustabed sagt, dass wir unser Leben jetzt selber in die Hand nehmen sollten und selber Entscheidungen treffen müssen, wie unser Zusammenleben aussehen soll. Ein paar Dinge haben sich hier auch schon geändert. So haben die Erwachsenen beschlossen, für manche Sachen längere Strafen zu verhängen. Dann überlegen die Leute wenigstens, bevor sie etwas verbotenes machen.

Vieles, was Mustabed sagt, ist richtig, und nur manchen, wie dass alles von der Erde schlecht ist, ist falsch. Aber ich habe das Gefühl, dass die Leute ihm glauben wollen. Es würde mich nicht überraschen, wenn er eines Tages Kapitän würde.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie ihr ohne Geld leben könnte. Bekommt ihr dann immer nur das, wofür ihr arbeitet? Was macht ihr, wenn ihr etwas teures oder wertvolles wollte? Wir können in solchen Fällen einfach längere Zeit unser Geld sparen, bis wir genug haben.

Bei euch darf man manche Berufe nur eine bestimmte Zeit lang ausüben? Bei uns sind die Ordnungshüter ihr Leben lang Ordnungshüter, denn sie müssen ja sehr genau wissen, was sie tun. Das ist doch kein Beruf, den man mal eben für ein paar Wochen macht.

Manchmal denke ich, wenn die Erwachsenen sich prügeln, dann sind sie selber Schuld, wenn sie nachher blaue Flecken haben, zumal es immer die selben Männer sind, die sich schlagen.

Mein Gemüsebeet ist toll geworden. Ein Kürbis von mir war der drittgrößte auf der Schadjara. Das fand ich wirklich toll. Wie schade, dass dein Apfel nicht zu einem Baumg eworden ist. Meine Freundin Etna hat einen kleinen Kirschbaum in ihrem Gemüsebeet. Mal schauen, wann da die erste Kirsche dran hängt.

Im Moment finde ich Technik spannend. Wenn ich mir später einen Beruf aussuchen dürfte, wäre es etwas mit Technik. Aber das werde ich natürlich nicht dürfen, weil ich ja eine Frau bin. Aber vielleicht habe ich dann ja einen Mann, der etwas mit Technik arbeitet. Wo ich überhaupt keine Lust drauf habe, ist Ordnungshüter. Da bin ich froh, eine Frau zu sein und das nicht machen zu dürfen.

Ich freue mich schon darauf, wieder von Dir zu hören.

Ganz viele Liebe Grüße und bis in einem Jahr, Deine Isma!

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Briefe von der Sejereh – 4. Brief, 1. Teil

Erster BriefVorheriger Brief

Ich habe mich sehr über deinen Brief gefreut. Alle meine Freunde wollten wissen, was du mir geschrieben hast, ich habe deinen Brief aber nur meinen beiden besten Freunden gezeigt. Ich weiß ja nicht, ob du damit einverstanden wärst, wenn alle den sehen könnten. Ich wäre damit einverstanden, wenn deine Freunde meine Briefe lesen würden, aber ich schreibe ihn natürlich nur für dich und nicht für die anderen.

Waked hat seinen Brief an die Niptaran geschickt. Die sind noch weiter entfernt als wir beiden voneinander und er musste fast zwei Jahre auf eine Antwort warten.

Was Kala dir erzählt hat über die Länge der Briefe, hat Lugar, der in unserem Kom-Modul arbeitet, auch erzählt. Ich war in letzter Zeit oft bei ihm und habe ihm geholfen, ich habe nämlich dort auf deinen Brief gewartet. Ich hoffe, dass eines Tages jemand rausfindet, wie wir uns längere Briefe senden können… oder besser noch öfter.

Wie schön, dass du jetzt auch ein Tier hast. Zahme Lamas sind bestimmt sehr cool. Kannst du Bazak so dressieren, dass sie nur die Leute tritt oder bespuckt, die dich ärgern? Das wäre bestimmt toll. Dann würde dich niemand mehr ärgern. Mit Chubzi hat das geklappt. Teyas wollte mich ärgern und da hat Chubzi ihn getreten, um mich zu verteidigen. Seitdem ist Teyas sehr viel netter zu mir. Es wird für dich bestimmt toll, wenn du Bazak dann in andere Module mitnehmen kannst.

Chubzi geht es gut. Er ist mittlerweile sehr kräftig und kann mir viel helfen. Etna hat jetzt auch ein Kamel, Ahmak, Seit letztes Jahr schon. Chubzi und Ahmak dürfen jetzt zusammen unterwegs sein, wie in einer richtigen Karawane. Meine anderen Freunde wollten keine eigenen Tiere haben.

Der Papagei von Kasa ist bestimmt toll. Hier auf der Schadjara haben wir keine Papageien, aber ich kenne sie aus Filmen. In Filmen sind sie toll. Die Kamele auszumisten ist wirklich sehr anstrengend, aber es macht auch Spaß, weil Chubzi und die anderen Kamele sich immer sehr freuen, wenn der Stall wieder sauber ist. Zum Glück müssen die Kamele nur alle vier Wochen gemistet werden.

Das mit den Mäusen in der Schwerelosigkeit hat mein Lehrer und auch erzählt. Aber ich habe das Gefühl, die Mäuse sind trotzdem überall. Die Erdmännchen sind auch sehr wuselig. Hab ihr die auch? Ich finde es toll, dass eines oder zwei Erdmännchen immer Wache stehen und die anderen warnen, wenn sich ihnen Gefahr nähert.

Krank sein ist wirklich doof. Aber unsere Krankenstation ist auch mit Computer und so ausgestattet. Wenn ich eine Krankheit hätte, bei der ich keinen Besuch bekommen darf, fände ich das sehr schlimm. Vor allem, wenn es länger als ein paar Tage ist. Da ist das genauso wie bei dir und ich würde lieber in die Schule gehen.

Ihr habt ein Lagermodul zum Spielen? Wo euch keiner stört? Sowas hätte ich auch gerne. Bei uns gibt es leider keine unbenutzten Lagermodule. Aber wir haben im Modul Beta eine versteckte Ecke gefunden, wo nur selten jemand hingeht. Da treffen wir uns oft. Dann machen wir es wie die Erdmännchen. Einer hält Wache und warnt uns, wenn jemand kommt, und wir anderen können in Ruhe spielen. Leider haben wir da aber keine Schwerelosigkeit.

Ich hoffe, dass die Erwachsenen euer Spielmodul nicht sobald entdecken, denn du hast bestimmt recht, dass sie es euch verbieten würden. Und haben sie letztens verboten, im Wald ein Baumhaus zu bauen. Dabei sind Baumhäuser einfach nur toll. Wir waren schon richtig weit mit Bauen. Außerdem haben die Jungs auch eines gebaut. Warum dürfen die ein Baumhaus bauen aber wir Mädchen nicht? Das ist doch voll bescheuert!

Wie lustig, dass bei euch die Alten erzählen, was die Erwachsenen als Kinder so alles an Blödsinn gemacht haben. Nur doof, dass die Erwachsenen sich nicht daran erinnern. Das mit dem Bogen-Fliegen haben wir auch beim Spielen, nämlich wenn wir Ballspielen. Das ist immer voll toll.

Auch die Erwachsenen spielen bei uns Ball. In einem Modul auf der Achse gibt es einen mit einem Netz abgezäunten Bereich, da spielen immer zwei Mannschaften gegeneinander. Alle anderen sitzen draußen und feuern ihre Mannschaft an. Die von unserem Modul ist leider nicht so gut, sie verlieren oft. Ich finde die Krähen, wie unsere Mannschaft heißt, trotzdem gut. Die sind viel toller als die Nashörner. Die gewinnen zwar immer, aber nett sind die nicht. Wenn sie mal nicht gewinnen, prügeln sich die Leute aus deren Modul oft mit den anderen. Das finde ich voll doof. Zum Glück gewinnen die Krähen nie gegen die Nashörner, so dass wir keinen Ärger mit ihnen haben. Aber wenn die Nashörner gegen die Schwertfische spielen, dann sind immer Leute vond er Krankenstation dabei, um den Verletzten schnell helfen zu können. Ich finde das nicht in Ordnung. Die Leute, die sich wegen der Nashörner und Schwertfische prügeln, waren übrigens die selben, die sich auch wegen der Farbe des Verbindungsgangs geprügelt haben. Diese Mänenr finden imemr wieder Gründe, sich zu prügeln. Immer wieder müssen danach welche in die Krankenstation. Warum machen die das?

Wie doof, dass Dabah Ärger bekommen hat, weil du ins Wasser gefallen bist. Erwachsene sind manchmal sehr doof und meckern mit den falschen Leuten. Leider ist das bei uns auf der Schadjara genauso.

Es ist schade, dass ihr nicht Schlitten fahren könnt. Wir machen das oft und es macht viel Spaß. Manchmal überraschen uns die Jungs dabei und bewerfen uns mit Schneebällen. Aber wir sind da besser und haben sie letztes Mal vertrieben. Da waren Teyas und Mehol ganz schön sauer. Aber Mehol hat immer so eine große Klappe, da haben wir uns umso mehr gefreut.

Ich finde es verwirrend, dass ihr euch eure Eltern aussuchen dürft. Das Leben bei euch muss wirklich sehr anders sein als bei uns. Wie leben wie schon im letzten Brief geschrieben alle bei unseren Müttern und Vätern. So ist sichergestellt, dass sich die Eltern von klein an um uns kümmern.

Jedes Paar soll bei uns zwei Kinder haben, es ist aber auch möglich, das Recht für ein zweites Kind an ein anderes Paar zu verkaufen, das dann ein drittes Kind haben darf. Das ist aber nicht sehr häufig.

Bei uns wohnen Mütter und Väter fast immer zusammen. Wenn sie sich doch mal getrennt haben, dann ist das Kind die Hälfte der Zeit bei dem einen und die andere Hälfte bei dem anderen. Das ist aber immer doof für das Kind und nach einer Weile ist es dann oft nur bei einem Elternteil.

Selbst wenn man Erwachsen ist, kann man sich immer noch mit Problemen und Fragen an die Eltern wenden und wenn man Hilfe braucht, dann helfen sie einem, genauso wie die Großeltern. Die halten immer zu einem. Und wenn die Eltern irgendwann sterben, dann hat man ja selber Kinder, die einem helfen können und zu einem halten. So ist man nie einsam.

(Wie schon bei dem letzten Brief, habe ich diesen Brief auch aufgeteilt. Die zweite Hälfte gibt es hier. Und bis zur übernächsten Woche habe ich dann hoffentlich den letzten Teil von Hepkaale und der Drache fertig.)

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Hepkaale und der Drache 9

Erster Teil, vorheriger Teil

Hepkaale und Faares standen voll ausgerüstet vor dem Eingang zur Höhle. Hepkaale war nicht wohl bei dem Gedanken, dass der Drache direkt über ihnen lauerte und womöglich nur darauf wartete, dass sie rauskamen, damit er sie rösten konnte. Wenn sie eine Wahl gehabt hätte, dann hätte sie ihre Rüstung weggeworfen und sich in der hintersten Ecke der Höhle verkrochen, bis der Drache weggeflogen wäre. Leider war es aber völlig egal, was sie wollte, wenn das Plot-Device beteiligt war.

„Auf geht’s!“, rief Faares. „Den elenden Wurm erledigen!“ Damit setzte er sich in Bewegung und ritt so schnell es ging den steilen, schmalen Pfad hinauf, der an den Klippen entlang zur Höhle führte.

Widerstrebend trieb Hepkaale ihre Ziege an, um Faares zu folgen. Vielleicht lenkte er den Drachen genug ab, dass sie die Höhle verlassen konnte. Sie hoffte es. Aber kaum, dass sie die Höhle verlassen hatte, kamen wieder Felsen von oben herab gefallen. Einer traf ihren Helm, der so laut schepperte, dass es Hepkaale weh tat. Ein anderer traf ihre Reitziege, die darauf hin meckerte und versuchte, Hepkaale abzuwerfen. Mit der Bohnenstange konnte Hepkaale sich abstützen, so dass sie nicht mit samt ihrer Ziege von der Klippe fiel.

Als die Ziege bemerkte, dass sie Hepkaale nicht abwerfen konnte, blieb sie einfach meckernd stehen. Faares war bereits um eine Felsnase herum geritten und außer Sicht, und Hepkaale traute sich nicht, nach ihm zu rufen. Vielleicht sollte sie absteigen und zu Fuß gehen?

Zum Glück kamen keine weiteren Steine mehr von oben. Als die Ziege mit meckern aufhörte, konnte sie das ledrige Schlagen der Drachenflügel hören und als sie nach oben blickte, sah sie, wie der Drache über die Klippe gesegelt kam.

Als die Ziege den Drachen sah, bewegte sie sich endlich wieder und sprang den schmalen Pfad entlang. Überraschend leichtfüßig bewegte sie sich, und als der Drache umgedreht hatte und angriff, waren sie bereits in dem engen Durchgang zwischen den Klippen, wo das Drachenfeuer sie nicht erreichen konnte.

Als sie das obere Ende der Schlucht und damit die Rückseite der Klippen erreichten, sah Hepkaale Faares, der sich dem Drachen zugewandt hatte. Seine Rüstung und auch die Lanze hatten ein paar verkohlte Stellen. Faares reckte seine Lanze und drohte so dem Drachen, der nun einen zweiten Angriff auf Faares flog.

Wieder spie er Feuer, doch Faares drehte sein Pferd rechtzeitig, dass sie nicht viel davon abbekamen. Dann ritt er dem Drachen hinterher, auf den höchsten Punkt der Klippe zuhaltend. Dabei schrie er und schüttelte drohend die Lanze.

Der Drache war natürlich viel schneller als er und konnte dazu noch fliegen. Zum Glück regnete es, dachte Hepkaale, als sie die verkohlten Stellen im Gras auf der Klippe sah. Wäre das Gras trocken, würde es sicherlich brennen und ihnen noch mehr Probleme machen. Hepkaale sah, dass die Beine von Faares Pferd bei jedem Schritt ein wenig im schlammigen Boden einsank.

Der Drache drehte eine Runde und kam dann wieder auf sie zugeflogen. Faares spornte sein Pferd noch mehr an. Der Drache kam bedrohlich näher und Hepkaale fragte sich, wie Faares diesen Angriff des Drachen überleben wollte.

Dann stolperte Faares Pferd und seine Vorderbeine knickten ein. Faares flog aus seinem Sattel und Nase voraus in den Schlamm. Seine Lanze flog in die eine Richtung, sein Schwert in die andere weg. Der Drache kam immer näher und Hepkaale sah keine Möglichkeit, wie er Faares verfehlen könnte. Hoffentlich griff er nicht sie an, nachdem er mit Faares fertig war.

Letzter Teil.

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Hepkaale und der Drache 8

Erster Teil, vorheriger Teil

Ein lautes Poltern weckte Hepkaale. Was war passiert? Wo war sie? Sie schaute sich um. Es war dunkel. Hatte das Plot-Device sie in eine nachtwärtige Region geschickt? Oder war sie in einem dunklen Raum?

Die Höhle! Ihr fiel wieder ein, wo sie war, nämlich zusammen mit Faares auf Drachenjagd. Verdammtes Plot-Device! Wie gerne wäre sie lieber zu Hause in ihrem Bett aufgewacht anstatt in dieser dunklen, unbequemen Höhle. Was war das Poltern gewesen, dass sie geweckt hatte? War Faares von der Klippe gefallen? War die Höhle eingestürzt?

„Faares?“

„Hier! Ich habe das Biest gesehen!“

„Den Drachen?“

„Natürlich, was sonst!“ Faares klang ärgerlich. Warum klang er ärgerlich, fragte sie sich.

„Es hat mich angegriffen!“ Hepkaale setzte sich auf. Offensichtlich hatte Faares den Angriff überlebt, sie musste sich also keine Sorgen machen.

„Dann gab es einen Steinschlag und ich musste mich in der Höhle in Sicherheit bringen. Und jetzt ist das Vieh wieder weg!“

Hepkaale schüttelte den Kopf. „Du ärgerst dich darüber, dass der Drache wieder weg ist?“

„Natürlich“, sagte Faares entrüstet. „Ich will ihn erlegen, und wenn er abhaut, kann ich das nicht.“

„Hast du ihn wenigstens verletzt?“

Faares schüttelte den Kopf. „Das feige Biest war zu weit oben.“

„Also nicht.“

Faares schüttelte den Kopf. „Wenn das Biest sich nur zum Zweikampf stellen würde, Mann gegen Mann.“ Dann korrigierte er sich schnell: „Ich meine natürlich, Ritter gegen Drachen!“

Hepkaale seufzte. Einerseits hoffte sie, dass es bald zu diesem Kampf kommen würde, damit dieses lächerliche Abenteuer endlich ein Ende hätte. Andererseits tat es ihr um Faares leid, denn sie konnte sich kein Szenario vorstellen, wie Faares einen Kampf mit einem Drachen überleben könnte.

Bevor sie etwas darüber zu ihm sagen konnte, war ein lautes, ledrig klingendes Flappen zu hören: Flapp – flapp – flapp… Dann wieder Poltern und dann kamen ein paar Steine vor dem Höhleneingang die Klippe herunter gestürzt.

„Der Drache!“, rief Faares aufgeregt. „Er ist zurück.“ Er ging zum Höhlenausgang und schaute sich vorsichtig um. Dann kam er zu Hepkaale zurück.

„Er sitzt genau über dem Eingang. Deswegen die Felsen. Immer, wenn er sich bewegt, fallen Steine herunter.“

„Oh. Wie sollen wir dann entkommen, wenn er direkt über dem Eingang sitzt?“

„Es ist perfekt. Wir brauchen nur Helme, dass uns die herabfallenden Steine nicht verletzen. Ich hab ja den Helm meiner Rüstung, aber was ist mit dir? Wir brauchen unbedingt einen Helm für dich!“

Er schaute das Zeug durch, dass sie unterwegs als Ausrüstung für Hepkaale eingesammelt hatten, aber nichts davon eignete sich als Helm. Als er den Pisspott in die Hand nahm und damit zum Ausgang ging, ahnte Hepkaale schlimmes. Und tatsächlich, als er wieder kam, hatte er den Blechtopf ausgespült und gab ihn Hepkaale.

„Nicht perfekt, aber es wird reichen, dass dir nicht sofort der Kopf eingeschlagen wird.“

Hepkaale schaute Faares ungläubig an. „Ernsthaft? Den Pisspott als Helm?“

Faares nickte ernst. „Im Angesicht des Feindes darf man nicht wählerisch sein. Und wenn dir der Helm das Leben rettet, bist du dankbar dafür.“

Faares drückte ihr den Helm auf den Kopf. „Dann sollten wir uns mal auf den entscheidenden Kampf vorbereiten. Zieh deine Ausrüstung an.

Hepkaale seufzte erneut, aber sie gehorchte ihm. Wenn sie es nicht tat, würde das Plot-Device sie hier versauern lassen, das hatte sie mittlerweile schon gelernt.

Sie nahm die Ziege und legte ihr das Kohlblatt als Sattel auf. Dann klemmte sie die Hahnenkämme an ihre Schuhe und legte sich das Ofensieb an. Als nächste der Schnurrbart aus Asche und der Pisspott. Als letztes noch die Bohnenstange in die Hand und schon war sie fertig ausgerüstet, um den Drachen vor Lachen von der Klippe fallen zu lassen.

Hier geht es zum nächsten Teil.

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Hepkaale und der Drache 7

Erster Teil, vorheriger Teil

Faares entschied, dass es an der Zeit sei, dass sie eine Pause machten. Sie waren viele Stunden unterwegs gewesen. Das Gelände hier in Norden wurde immer unwegsamer und das Wetter wurde kälter. Hepkaale ging lieber zu Fuß als dass sie Ritt, denn so wurde ihr wenigstens nicht zu kalt.

Faares hatte eine kleine Höhle gefunden, die an einer geschützten Stelle zwischen zwei Felsen lag. Fünfzig Meter unter ihnen brandete das Meer an einen schmalen Streifen Sand und Geröll. Darüber erhoben sich die Klippen.

Sie führten ihre Reittiere in die Höhle und entluden sie. Dann ging Hepkaale mit einer Sichel ausgerüstet ein Stück Weg zurück, um dort etwas Gras für die beiden Tiere zu finden. Als sie wiederkam, hatte Faares es sich schon in einer Ecke gemütlich gemacht. Hepkaale versorgte die Tiere und als sie fertig war und sich auch hinsetzen wollte, sagte Faares: „Unten am Ufer liegt ein Haufen Treibholz. Das könnten wir einsammeln, um uns ein Feuer zu machen.“

Hepkaale seufzte. Sie wusste, dass es hieß, dass sie selber herunter steigen und das Holz einsammeln musste. Wie gerne hätte sie Faares gesagt, dass er sein Holz selber hohlen solle, aber bei solchen Kommentaren schien er immer schwerhörig zu sein. Egal, wie laut sie ihn anschrie, er verstand sie falsch. Einmal hatte sie versucht, es ihm aufzuschreiben, aber in dem Moment konnte er wundersamer Weise nicht lesen, was ihm zu anderen Gelegenheiten nie Probleme bereitet hatte.

Hepkaale schaute sich die Klippen an und versuchte, den besten Weg nach unten zu erkennen, aber in dem Gewirr aus Felsen und Geröll war es schwierig zu erkennen. Mehr als die ersten vier Meter konnte sie an keiner Stelle ausmachen. Sie entschied sich für eine Stelle direkt unterhalb der Höhle, knotete ihr Seil an eine passenden Felsen fest und stieg dann, das Seil um ihre Hüften gelegt, langsam hinab.

Es dauert eine Viertelstunde, bis sie am Fuß der Klippen angekommen war. Sie sammelte Holz. Zum Glück war es ziemlich trocken. Trockenen Seetag sammelt sie auch, um das Feuer zu entzünden. Sie band alles zu einem großen Bündel zusammen und rief nach Faares, dass er ihr das Holz hochziehen solle. Sie musste mehrfach rufen, bis er schließlich reagierte.

Hepkaale war froh, dass die Brandung so laut war, denn so konnte sie sein meckern darüber, dass er ihr helfen musste, nicht hören. Als das Holz oben war, wartete Hepkaale darauf, dass Faares das Seil wieder runter ließ, doch es passierte nichts. Sie rief, doch diesmal konnte oder wollte er sie nicht hören. Hepkaale versuchte, in den Klippen einen Weg zu erkennen, wie sie wieder nach oben käme, aber ohne Seil war es illusorisch.

Sie rief wieder nach Faares, aber bekam weiterhin keine Reaktion. Jetzt wäre doch die ideale Gelegenheit für einen Eingriff des Plot-Devices. Jetzt könnte es sich doch wunderbar zurück in die Höhle bringen, damit sie es auch warm hatte.

Hepkaale versucht an ein paar Stellen probeweise, die Klippen zu erklimmen, aber es war nicht möglich. Sei seufzte. Dann ging sie ein wenig am Ufer entlang, so wurde ihr wenigstens nicht ganz so kalt. Vorsichtig stieg sie über die Felsen. Nach ein paar Minuten kam sie an eine Stelle, die verkohlt war. Treibholz, Felsen, Muschelschalen, alles war verkohlt. Es sah nicht so aus, als hätte es wirklich gebrannt, denn das Holz war nur von außen verkohlt. Dann schaute sie die Felsen an und konnte auch dort Stellen erkennen, die verkohlt waren. Offensichtlich waren es Stellen, die von den Drachen angegriffen worden waren. Hoffentlich fand der Drache sie nicht hier.

Sie ging zu der Stelle zurück, oberhalb derer ihr Versteck war und rief nach Faares, wieder und wieder. Und tatsächlich, irgendwann hörte er sie. Sie machte Gesten, um ihm zu Verstehen zu geben, dass sie das Seil bräuchte. Es dauerte eine Weile, bis er sie verstanden hatte, aber dann ließ er ihr doch das Seil herunter. Zwanzig Minuten später sah sie bei Faares in der Höhle von einem munter prasselnden Feuer.

„Ich habe nachgedacht“, sagte er.

Hepkaale schaute ihn fragend an.

„Damit du ein richtiger Ritter wirst“, sagte er, „brauchst du einen Bart.“

„Einen Bart?“

„Genau, einen Bart!“

Hepkaale schüttelte den Kopf. „Ich dachte, du weißt, dass ich eine Frau bin. Und Frauen haben keine Bärte.“

„Das ist mir auch schon aufgefallen. Aber es muss ja nur für den Drachen wie ein Bart aussehen. Daher könntest du die Asche vom Lagerfeuer ins Gesicht schmieren, der Drache wird den Unterschied bestimmt nicht sehen.“

Hepkaale dachte, dass der Drache dann bloß denken würde, dass er sie schon einmal mit seinem Feuer geröstet hätte. Sie widersprach Faares, aber er blieb hart und nach zwanzig Minuten Streit gab Hepkaale schließlich nach und schmierte sich die Asche ins Gesicht, die Faares in einem kleinen Lederbeutel gesammelt hatte. Hepkaale seufzte. Viel lächerlicher würde ihr Anblick wohl nicht mehr werden können.

Nächster Teil

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Hepkaale und der Drache 6

Erster Teil, vorheriger Teil

Überraschend kamen Hepkaale und Faares in einen weiteren kleinen Ort. Sie hatten nicht mit einer größeren Siedlung gerechnet, aber die Häuser standen da, massiv und unzweifelhaft bewohnt. Sieben Häuser standen an dem Weg, der ins Dorf führte und der am Ufer des nördlichen Ozeans endete. Die Bewohner hatten sogar einen Steg gebaut, der ein Stück weit ins Wasser ragte. So konnte Schiffe problemlos hier anlegen.

Die Häuser waren aus Stein und unverputzt. ‚Die Steine waren einfach aufgeschichtet worden und die Fugen waren mit Erde abgedichtet, nicht die Holzhäuser, die sonst auf Sma Azirk vorherrschten. Die Steine waren wahrscheinlich vom Meer angespült worden, sie waren vom Wasser rund geschliffen.

In den Häusern gab es keine Fenster und die Türen waren mit schwer aussehenden, graubraunen Decken verhangen. Es gab jeweils einen Kamin, aus dem Rauch aufstieg und sich mit den tief hängenden Regenwolken vermischte. Am Hafen gab es ein Haus, das eine Kombination aus Laden und Gasthaus war.

Ein kalter Wind wehte und Hepkaale versuchte, ihre Kopf etwas weiter einzuziehen. Es half aber nicht viel, sie fror trotzdem ein wenig. Sie kam sich unglaublich albern vor, wie sie mit einem Ofensieb als Rüstung auf einer Ziege als Reitpferd in der Ort ritt. Sie war froh, dass sie die Leute, die sie auf ihren Reise traf, nie wiedersehen würde. Sie würden zwar Geschichten erzählen und so eine weitere Legende von ihr erschaffen, aber sie war sicher, wenn man es in einer Geschichte hörte, war ein Ziegenbock aus Reittier weniger albern als in Wirklichkeit.

Vor dem Gasthaus stand ein Mann, der einen dicken Mantel mit weiter Kapuze trug. „Hallo, edler Mann“, begrüßte Faares ihn.

Er drehte sich zu ihnen um. „Hallo, Fremde! Kommt herein und erzählt uns, was es in der Welt neues gibt!“

Als Hepkaale näher kam, sah sie, dass der Mann noch recht jung war, vielleicht in ihrem Alter, vielleicht etwas älter. Sein Gesicht war kantig und er hatte eine markantes Kinn. Große, blaue Augen, glatte Haut und ein paar Lachfalten im Gesicht. Als Hepkaale von ihrer Ziege stieg, trafen sich ihre Blicke und sie lächelten sich an.

Hepkaale band ihre Ziege an, gab ihr etwas Heu zu fressen und dann gingen sie in die Gaststube.

Die linke Seite des großen Raumes war ein Laden. In der Mitte stand ein Tresen, neben dem eine Treppe ins Obergeschoss führte. Rechts standen einige Tische und Stühle. Der Gastbereich war im Moment leer.

Im Ladenbereich stand eine Frau mittleren Alters, offensichtlich die Wirtin. Faares ging sofort zu ihr und sprach in seiner gestelzten Ausdrucksweise mit ihr. Hepkaale setzte sich an den Tisch neben der Tür. Es würde eine Weile dauern, bis Faares fertig war.

Der Vorhang vor der Tür wurde zur Seite geschoben und der junge Mann mit der Kapuze trat ein. Er sah Faares und die Frau an und drehte sich dann zu Hepkaale um. Er nahm seine Kapuze ab. Er hatte blondes, gepflegtes Haar, kurz geschnitten. Seine Augen hatten in faszinierendes blau.

„Wollt ihr wirklich in der Ausrüstung Drachen jagen?“, fragte er Hepkaale.

Hepkaale zuckte mit den Schultern. „Faares möchte Drachen jagen. Ich begleite ihn nur, weil ich es muss, damit ich nach Hause zurückkehren kann.“

Er sah sie neugierig an. „Wurdest du verbannt, oder warum musst du ihn begleiten?“

„Verbannt?“ Hepkaale überlegt. „Naja, nicht richtig, aber irgendwie schon. Es ist kompliziert.“

Er zog sich einen Stuhl heran und setzte sich verkehrt herum darauf, sich auf die Lehne stützen, so dass er Hepkaale anschauen konnte.

„Kompliziert? Erzähl!“ Er lächelte Hepkaale an. Es war so warmes Lächeln, dass Hepkaale davon eine Gänsehaut bekam.

„Willst du die Geschichte wirklich hören?“

Er beugte sich ein wenig zu ihr vor, ergriff ihre Hand und sagte leise: „Jedes einzelne Wort!“

„Du hast es so gewollt.“

„Habe ich!“

Hepkaale lächelte ihn an. „Weißt du, wer ich bin?“

„Eine hübsche, niedliche Frau, die sich in unsere Gegend verirrt hat.“

Hepkaale schüttelte den Kopf. „Das meine ich nicht.“

„Aber das ist es, was für mich zählt.“

„Soll ich nun erzählen oder nicht?“

„Natürlich sollst du. Ich halte ja schon die Klappe.“

Die nächsten zwei Stunden erzählte Hepkaale von ihrem Plot Device und wie sie in das Abenteuer mit Faares geraten war. Der junge Mann, Alesch mit Namen, hörte ihr zu. Manchmal fragte er nach. Seine Fragen liefen meistens darauf hinaus, dass er der Meinung war, dass das Plot-Device fies zu ihr war und sie allen Grund hatte, ihre Abenteuer zu verfluchen. Noch nie hatte sie mit jemandem über ihre Abenteuer gesprochen, der genauso wie sie der Meinung war, dass das Plot-Device mehr lästig als hilfreich war.

Irgendwann fragte er sie, ob sie nicht lieber in sein Zimmer gehen wollten, um dort weiter zu reden, und Hepkaale willigte bereitwillig ein. Faares schien weiter damit beschäftigt zu sein, die Frau in seiner gestelzten Sprache zu bearbeiten.

Hepkaale und Alesch setzten sich auf sein Bett. Hepkaale legte ihren Kopf auf seinen Schoß. Während sie von Sibüü und ihrem Abenteuer zur Ersten Landung erzählte, kraulte er ihr den Kopf. Sie genoss seine überraschend weichen Hände. Hepkaale legte eine Hand auf sein Bein und streichelte es. Irgendwann küssten sie sich und Hepkaale hoffte, dass Faares noch lange genug beschäftigt war, dass sie mit Alesch schlafen konnte.

„Hepkaale! Wo bist du!“

Hepkaale seufzte. „Das war es dann wohl erstmal mit unser Zweisamkeit.“

Alesch nickte. „Ich befürchte auch.“

Hepkaale kuschelte sich nochmal eng an Alesch an, seine Arme um sie geschlungen, dann rief sie: „Warte kurz!“

Dann drehte sie sich um, küsste Alesch nochmal, suchte ihre Kleidung zusammen und zog sich an.

„Ich hoffe, dass wir auf dem Rückweg nochmal hier vorbei kommen können!“

„Du bist jederzeit eingeladen.“

Hepkaale nickte. Dann wurde sie ernst. „Ich weiß. Wenn ich auf normalem Wege hier wäre, würde ich dir Versprechen, dass ich wieder vorbei komme. Aber mit dem Plot-Device…“

„Ich weiß. Aber wenn ich in Zukunft eine Geschichte über dich höre, werde ich immer in süßen Erinnerungen schwelgen.“

Er stieg auch aus dem Bett und zog sich an. „Mal schauen, vielleicht habe ich noch eine Idee, wie ich dir bei eurem Quest helfen kann.“

Zusammen verließen sie den Raum im Obergeschoss und gingen die Treppe herunter.

„Da bist du ja endlich! Diese Dame hat mir den Weg zu den Drachen erzählt.“

Hepkaale ergriff hinter ihrem Rücken Aleschs Hand. „Das ist schön“, sagte sie und drücke dabei Aleschs Hand. Er würde verstehen, wie sie das meinte.

„Wusstest du“; sagte Faares, „dass es hier in der Vergangenheit öfter Angriffe von Drachen gegeben hat?“

Hepkaale schüttelte den Kopf. Dann sagte sie: „Aber es überrascht mich nicht. Wenn ich mir überlege, wie die Häuser gebaut sind, so war es zu erwarten. Alles Feuerfest und so.“

„Wir müssen sofort aufbrechen“, sagte Faares.

„Hepkaale braucht eine Waffe“, sagte Alesch, „wenn ihr den Drachen gegenübertreten wollt.“

Hepkaale drehte sich um und schaute ihn an. Sofort versank sie wieder in seinen Augen. Sie musste sich konzentrieren, um reden zu können: „Was für eine Waffe?“

Alesch lächelte. „Drachenjäger brauchen eine Lanze. Wir haben zwar keine, aber ich werde dir eine unserer Bohnenstangen mitgeben. Die sind aus Eisenrohr, damit sie einen Drachenangriff überstehen können.“

„Eine Bohnenstange“, sagt Hepkaale skeptisch. „Ich soll einen Drachen mit einer Bohnenstange jagen?“

Alesch zuckte die Achseln. „Was besseres haben wir leider nicht, oder, Mutter?“

Er schaute zu der älteren Frau, die den Kopf schüttelte. „Eigentlich können wir nicht einmal die Bohnenstangen entbehren, aber wenn ihr einen Drachen tötet, so wird es in Ordnung sein.“

Hepkaale zuckte mit den Schultern. Sie ritt einen Ziegenbock mit einem Salatblatt als Sattel, Hahnenkämmen als Sporen und einem Ofensieb als Rüstung. Da konnte sie auch eine Bohnenstange als Lanze verkraften.

Fünf Minuten später saß sie wieder in voller Ausrüstung auf ihrer Ziege, diesmal mit Bohnenstangenlanze. Sie gab Alesch einen Kuss zum Abschied, und dann folgte sie Faares die Straße entlang aus dem Dorf hinaus.

Nächster Teil

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Hepkaale und der Drache 5

Erster Teil, vorheriger Teil

Hepkaale und Faares waren weiter auf dem Weg nach Norden. Sie waren in einer Gegend angekommen, wo es deutlich kälter als in Tirüplet war. Hepkaale war froh, dass es hier nicht regnete, das wäre noch schlimmer als nur kaltes Wetter gewesen.

Es gab keine Wege hier und sie fanden nur noch selten menschliche Siedlungen. Bis hierher war die Besiedelung Sma Azirks wohl noch nicht richtig vorgedrungen. An einzelnen Häuser kamen sie gelegentlich vorbei, mit Bewohnern, die hauptsächlich von dem lebten, was im Meer wuchs. Essbare Früchte und Pflanzen gab es in dieser Gegend nicht viele. Nicht einmal der sonst überall auf Sma Azirk wachsende Kohl wuchs hier.

Sie folgten verschlungenen Wildwechseln. Hepkaale sehnte sich danach, endlich wieder zu Hause zu sein. Dieses Abenteuer war das mit Abstand beschwerlichst, das sie jemals erleben musste. Wie schön wäre es, wenn sie jetzt zu Hause vor dem Kamin sitzen könnte? Dann würde sie endlich wieder ihre Ruhe haben und könnte jederzeit, wenn ihr die Familie zu viel wurde, in ihre Werkstatt gehen und dort etwas basteln. Aber stattdessen war sie mit einer Ziege unterwegs, und wenn sie in der Richtung weiter gingen, würden sie bestimmt einies Tages den Nordpol erreichen.

Der Wildwechsel traf auf einen anderen Wildwechsel und Faares bog nach Rechts ab. Sie fragte sich, ob er wusste, was er tat, oder ob er einfach nur seinem Instinkt folgte. Was gab es hier überhaupt für Tiere, die so deutliche Wildwechsel austraten? Sie wusste von keinen größeren Tieren, die so weit nördlich lebten, aber das musste nicht viel heißen, denn sie kannte sich hier nicht besonders aus. Sie fragte Faares danach, doch er wusste es auch nicht.

Ein paar Stunden später kamen sie wieder an ein Haus, und Faares entschied, dass sie hier einkehren würden. Hepkaale hoffte, dass sie diesmal besser aufgenommen würden als vor ein paar Tagen, als sie ihre Hahnenkämme bekommen hatte.

„So, ab jetzt wird wieder in voller Montur gereitet“, legte Faares fest. Hepkaale hatte es schon befürchtet. Leider legte er viel Wert darauf, dass sie ihre gesamte Rüstung benutzte, die Ziege als Pferd, das Kohlblatt als Sattel, die Hahnenkämme als Sporen. Wer weiß, welche seltsamen Dinge sie noch ereilen würden auf dieser Reise.

Zum Glück waren die Bewohner dieses Hauses sehr nett und luden sie zu sich in die Stube ein. Es war eine junge Familie, Mann, Frau, fünf Kinder unterschiedlichem Alters. Sie freuten sich, endlich mal wieder Fremde zu sehen, denn hierher verirrte sich nur selten jemand. Faares erzählte von der Ritterschaft und dem Drachen, den er jagen würde und die Kinder fragten ihn immer weiter aus.

Sie fragten ihn so viele Fragen, dass er irgendwann müde wurde. Als er in einem Sessel eingeschlafen war, fragten die Eltern Hepkaale, wer sie sei. Auch sie hatten schon von ihr gehört und wollten natürlich jetzt mehr über das Plot-Device und ihr aktuelles Abenteuer wissen. Sie wollten ihr erst nicht glauben, dass sie wirklich auf Drachenjagd waren, mit einer Ziege als Pferd und einem Kohlblatt als Sattel.

Hepkaale schüttelte den Kopf. „Ich habe es mir nicht ausgesucht, und ehrlich gesagt, habe ich auch keine Lust darauf und will eigentlich nur nach Hause, aber das Plot-Device lässt mich nicht.“

„Ja, das ist in den meisten Hepkaale-Geschichten so.“

Hepkaale nickte. „Ich hoffe nur, dass wir bald den Drachen finden werden, ich habe echt keine Lust mehr.“

„Können wir dir irgendwie helfen?“, fragte der Mann.

Hepkaale überlegt. „Wisst ihr etwas, das gegen Drachen hilft?“

Alle überlegten, dann sagte das älteste Kind: „Du brauchst eine Rüstung! Rüstungen helfen gegen Drachen!“

Also überlegten sie, wie Hepkaale an eine Rüstung kommen könnte. Irgendwann sagte die Frau: „Du hast doch noch das alte Ofensieb, das könnte sie doch nehmen.“

Hepkaale hatte ihre Zweifel, doch die anderen fanden die Idee gut. Sie ließen Faares schlafen und gingen alle in den Schuppen hinter dem Haus. In einem Haufen alter Sachen fanden sie schließlich das Metallteil. Sie bogen es so zurecht, dass es zu Hepkaale passte, und die Frau befestigte drei Muschellederriemen daran und band es Hepkaale um.

„Schon besser“, sagte sie. „Jetzt bist du richtig ausgerüstet, um es mit einem Babydrachen aufzunehmen.“

Als Hepkaale sich zum Haus umdrehte, sah sie, dass Faares in der Tür stand und sie beobachtete. Er lächelte, offensichtlich hatte er sofort verstanden, wofür das Ofensieb gedacht war. Sie verbrachten noch ein paar Stunden bei den Leuten und als sie ausgeschlafen und richtig gefrühstückt hatten, ging es weiter.

Nächster Teil

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Roman-Status #19

Hallo ihr Lieben!

Heute ist es mal wieder an der Zeit, euch vom Fortschritt meines Horjekjobolo-Romans zu berichten. Da habe ich die letzten Tage wieder fleissig dran gewerkelt und am Plot weiter gearbeitet. Allein die Datei mit den Notzien, was passieren soll, hat mittlerweile 21 000 Wörter. Immerhin 13 000 davon habe ich schon geschrieben – daraus sind die 150 000 Wörter geworden, die ich schon geschrieben habe.

Eigentlich hatte ich gar nicht geplant, diese Woche an diesem Roman zu arbeiten sondern wollten mit den Briefen an die Sejereh und der neuesten Hepkaale-Geschichte weiterschreiben. Aber dann habe ich einen Blog-Artikel übers Schreiben gelesen und voll Lust darauf gehabt, endlich den Roman weiter zu schreiben.

Als ich damit anfangen wollte, habe ich dann festgestellt, dass ich ja den Roman noch nicht bis zu Ende geplottet habe. Also dachte ich mir, sollte ich das erst mal fertig machen – zumal ich mittlerweile recht gut weiß, wie das Ende sein wird. Also habe ich mich da rangesetzt und die letzten Tage über 2000 Wörter Planungsnotizen gemacht und mir überlegt, wer sich mit wem worüber streitet, damit sich meine Protagonisten schön zerstreiten.

Außerdem zeichne ich im Moment an einer großen Karte von Mostnike, das komme ich auch gut weiter, aber habe natürlich noch nichts, was ich euch präsentieren könnte. Manchmal muss man eben Aufgaben machen, die sich nicht direkt im Wordcount niederschlagen. Aber nächste Woche gibt es dann hoffentlich wieder eine richtige Geschichte.

 

 

 

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Mücken und die Frage, warum sie auf dem Raumschiff mitgenommen wurden

Schüleraufsatz zum Thema „Natur auf der Sejereh“

Auf der Sejereh gibt es Mücken, das weiß jedes Kind. Wohl jeder hier hat schon die nervige Entdeckung gemacht, dass es Mücken gibt und dass sie stechen. Genauso hat wohl jeder schon mal gefragt, warum die Mücken überhaupt auf die Sejereh mitgenommen wurden.

Wenn ein Kind seinen Lehrer danach fragt, lautet die Antwort meist in der einen oder anderen Variation, dass sie für das biologische Gleichgewicht notwendig sind. Aber mehr als diese Information erhält man selten. Dabei ist die Frage, ob Mücken ein Teil des Ökosystems der Sejereh sein sollten, vor dem Start durchaus kontrovers diskutiert worden. Daher gibt es auf der Niptran keine Mücken, auf der Schadjara und der Sejereh schon.

Doch aus welchem Grund gibt es bei uns Mücken und auf der Niptran nicht? Ist es wirklich Zufall, dass es auf der Sejereh welche gibt und auf der Niptran nicht? Über dieses Thema mehr rauszufinden ist zwar schwierig, aber keineswegs unmöglich.

In den Bordcomputern sind überraschend viele alte Dokumente gespeichert, die man lesen kann, wenn man das möchte. Unter anderem gibt es die Gesprächsprotokolle der Ökologie-Arbeitsgruppe, bei der die Zusammensetzung der Tier- und Pflanzenarten auf den drei Raumschiffen beschlossen wurde. Es wurde sehr lange über sehr viele Tiere geredet, viele Pläne gefasst, genauer untersucht und später wieder verworfen. An den Planungen waren deutlich mehr Menschen beteiligt, als nachher tatsächlich die Erde verlassen haben.

Bis wenige Monate vor dem Abflug der drei Schiffe wurde noch diskutiert, abgewogen, vorgeschlagen und widersprochen. Immer mal wieder wurde auch über Mücken diskutiert. Dabei waren Mücken nicht die einzige kontroverse Art. Auch über Wespen und Bienen wurde diskutiert. Am Ende hat man sich dann entschieden, auf jedem Schiff zwei der drei stechenden Arten mitzunehmen. Der Grund, warum es auf der Sejereh Mücken gibt, ist also: Weil es hier keine Wespen gibt.

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